Bericht: Neuheiten auf der 5. Whisk(e)y-Messe Nürnberg „The Village“

Zum fünften Mal lockte am vergangenen Wochenende die Whisk(e)y-Messe Nürnberg „The Village“ sowohl erfahrene Genießer als auch interessierte Einsteiger in die Halle 10 der Messe Nürnberg. Bereits am Freitag, den 17. März, konnten sich Käufer eines Pre-Opening-Tickets durch die Gänge kämpfen und den irischen Nationalfeiertag St. Patrick’s Day begießen. Rund 100 Aussteller hatten etwa 2.500 Whiskys und nochmal über 100 Rums dabei. Auch wir waren vor Ort und entdeckten einige Dutzend Neuheiten.

Exklusiv für die fünfte Ausgabe der Whisk(e)y-Messe Nürnberg ließen die Veranstalter drei streng limitierte Whiskys abfüllen. Bei den Abfüllungen handelt es sich zum einen um den von Chieftain’s abgefüllten Ledaig 9 Jahre. Der Single Malt Whisky von der schottischen Insel Mull durfte in einem Pomerol-Weinfass nachreifen, um mit einer Alkoholstärke von 49,47 Prozent und ohne Kältefiltration sowie Farbstoff in die Flasche zu kommen.

Chieftain's Ledaig 9 Jahre

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Nummer zwei der Messeabfüllungen ist der Benromach Franconian Edition 2017. Diese fränkische Edition der schottischen Brennerei ist ein getorfter Single Malt Whisky aus dem First-Fill-Bourbonfass, in dem er circa neun Jahre verbringen durfte. In der Flasche angekommen beträgt die Fassstärke 59,7 Prozent. Auch hier keine Kältefiltration oder Zugabe von Farbstoff. Vor Ort konnte man zudem das gebrauchte Fass bewundern.

Benromach Franconian Edition 2017

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Passend zum irischen Nationalfeiertag kam der Blackadder St. Patrick’s Edition 2017 als dritte Messeabfüllung daher. Der „A drop of the Irish“ getaufte Single Malt Irish Whiskey gelangte komplett ohne Filtration aus dem Sherryfass in die Flasche. Dabei blieb im Whiskey ein dunkler, vom Fass herrührender Satz zurück. Die Fassstärke liegt hier bei 59,6 Prozent.

Blackadder St. Patrick's Edition 2017

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Irish Whiskey

Ein Highlight hatte der deutsche Händler und Vertrieb Irish Whiskey am Stand. Direkt aus einem Fass der The Temple Bar Whiskey Company konnten sich Besucher ihre eigene Flasche eines zwölf Jahre in einem First-Fill-Bourbonfass gereiften Single Malt Whiskey mit einer Alkoholstärke von 58,1 Prozent abfüllen. Neben dem Cellar Cask stand die derzeit vierteilige Range des Dubliner Pubs „The Temple Bar“ – einschließlich des neuen The Temple Bar 12 Jahre – aus. Der dreifach in kleinen Kupferbrennblasen destillierte Single Malt Whiskey reifte seit 2004 in ehemaligen Bourbonfässern in den Kellern des Pubs. Das Alkoholvolumen liegt bei 40 Prozent.

The Temple Bar Cellar Cask

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The Temple Bar Cellar Cask

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The Temple Bar 12 Jahre

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Auch dabei hatte Irish Whiskey die unabhängigen Abfüllungen der noch jungen Tipperary Boutique Distillery. Neben dem Tipperary Watershed zählt der Tipperary Knockmealdowns 10 Jahre zum derzeitigen Angebot. Erst in mehreren Jahren wird die neue Brennerei eigen gebrannten Whiskey anbieten können.

Tipperary

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Beam Suntory

Am Stand von Beam Suntory gab es einige Neuheiten zu entdecken. Da wäre der neue The Macallan Edition No.2. Für diesen Single Malt Whisky der The Macallan Distillery in der schottischen Region Speyside arbeitete der Master Whisky Maker Bob Dalgarno mit den drei Inhabern des spanischen Restaurants „El Celler de Can Roca“ zusammen. Die mit einem Alkoholvolumen von 48,2 Prozent ausgestattete Limited Edition vereint sieben Fasssorten aus vier verschiedenen Bodegas, darunter sowohl europäische als auch amerikanische Eichenholzfässer.

The Macallan Edition No.2

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Außerdem stellte das Unternehmen den von den Feuer-Mythen und Legenden der Wikinger inspirierten Highland Park Fire Edition aus. Dieser Single Malt Whisky von der Highland Park Distillery auf den Orkney Inseln verbrachte 15 Jahre in ehemaligen Portweinfässern und kommt mit einem Alkoholgehalt von 45,2 Prozent daher. Die Limitierung beträgt 28.000 Flaschen weltweit. Die Bowmore Distillery von der schottischen Insel Islay war unter anderem durch die Bowmore Vault Edition No.1 Atlantic Sea Salt vertreten. Die erste Limited Edition einer vierteiligen Reihe setzt den salzigen Charakter der Marke in Szene. Distillery Manager und Master Distiller David Turner wählte mehrheitlich First-Fill-Bourbonfässer, aber auch wenige Refill-Bourbonfässer im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren aus, um sie mit einem Alkoholvolumen von 51,5 Prozent in die Flasche zu bringen. Nicht vor Ort war der neue Bowmore No.1 Malt, der als Kernqualität den Bowmore Small Batch ersetzen wird.

Beam Suntory

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Dafür konnte man den Glen Garioch The Renaissance 2nd Chapter entdecken. Der limitierte Single Malt Whisky aus den schottischen Highlands ist der zweite Teil einer vierteiligen Reihe und reifte insgesamt 16 Jahre in ehemaligen Bourbon- und ehemaligen Sherryfässern heran. Der Alkoholgehalt liegt bei 51,4 Prozent.

Glen Garioch The Renaissance 2nd Chapter

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Hausbrauerei Altstadthof

Die Nürnberger Hausbrauerei Altstadthof nutzte die Messe zum Launch zweier neuer Produkte. Zum einen stößt mit dem Ayrer’s Martinique ein dreifach destillierter Single Malt Whisky in das Sortiment, der mindestens drei Jahre in neuen Fässern aus amerikanischer Weißeiche reift und ein Finish in kleinen Rumfässern aus der Karibik erfährt. Das Alkoholvolumen liegt bei 52,8 Prozent. Abseits von Whisky präsentierte die Brennerei den Ayrer’s Organic Single Malt Gin – Spring Edition.

Ayrer's

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Pernod Ricard

Bei Pernod Ricard wartete der neue Longmorn 16 Jahre. Der im Spätjahr 2016 neu aufgelegte Single Malt Whisky von Longmorn aus der schottischen Speyside reift in First-Fill-Bourbonfässern aus amerikanischer Eiche, in ehemaligen Sherry- und traditionellen Eichenholzfässern. Nach 16 Jahren Reifezeit erfolgt die Flaschenabfüllung mit einem Alkoholvolumen von 48 Prozent und ohne Kältefiltration.

Longmorn 16 Jahre

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Daneben fiel der Blick auf die St. Patrick’s Day Edition 2017 von Jameson Irish Whiskey. Wie schon in den letzten Jahren legte die irische Brennerei eine limitierte Designedition ihrer Hauptqualität für den irischen Nationalfeiertag auf. Dieses Mal kam die Edition offiziell nicht nach.

Jameson St. Patrick's Day Edition 2017

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Jameson St. Patrick's Day Edition 2017

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Scotch Malt Whisky Society

Die Scotch Malt Whisky Society hatte ihre erst kürzlich neu designten Flaschen dabei. Die neue Optik der unabhängig abgefüllten Single Cask Whiskys setzt weiterhin auf die grünlichen Flaschen, neuerdings jedoch verstärkt auf die ausgefallenen Namen und farblichen Hervorhebungen für die verschiedenen Geschmacksprofile. Außerdem erhielt das Logo eine Auffrischung. Die Altersangaben fallen jetzt deutlich größer aus.

Scotch Malt Whisky Society

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Scotch Malt Whisky Society

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Borco-Marken-Import

Der Distributeur Borco-Marken-Import aus Hamburg brachte den hierzulande neuen Nikka 12 Jahre mit. Der Blended Whisky entstand anlässlich des 80-jährigen Jubiläums des japanischen Hauses Nikka im Jahr 2014 und vereint Malt- sowie Grain-Whiskys der Brennereien Miyagikyo und Yoichi. Das Verhältnis liegt bei 70 Prozent Malt und 30 Prozent Grain. Bezüglich der zwölfjährigen Reifung, die jeder enthaltene Whisky mindestens hinter sich hat, ist von neuen Eichenholzfässern und einem Finish in ehemaligen Sherryfässern die Rede. In die Flasche kommt der Blend mit einem Alkoholgehalt von 43 Prozent.

Nikka 12 Jahre

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Mit dem Jura One for the Road war eine limitierte Sonderabfüllung der schottischen Brennerei Jura von der gleichnamigen Insel Jura vor Ort. Anlass für diesen speziellen Single Malt Whisky ist der Ruhestand des Distillery Managers Willie Cochrane, der sich nach 39 Jahren verabschiedet. Die von Cochrane in Dankbarkeit an alle Genießer weltweit kreierte Edition durfte insgesamt 22 Jahre im Fass heranreifen. Für ein Finish gelangte der Whisky in ehemalige Pinot-Noir-Weinfässer. Die Flaschenabfüllung erfolgte mit einem Alkoholvolumen von 47 Prozent. Es entstanden 5.000 Exemplare.

Jura One for the Road

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Moët Hennessy

Der Glenmorangie Bacalta lockte an den Stand von Moët Hennessy. Die achte Private Edition der in den schottischen Highlands beheimateten Glenmorangie Distillery erinnert an einen vor über 20 Jahren entstandenen Glenmorangie Madeira Finish. An den einstigen Single Malt Whisky angelehnt reifte die Limited Edition zunächst in ehemaligen Bourbonfässern, anschließend in ehemaligen Madeirafässern. Die Wahl fiel auf eigens angefertigte und stark geröstete Malmsey-Madeirafässer aus amerikanischer Weißeiche, in denen der süße Malvasia-Wein nach dem traditionellen Canteiro-Methode in der prallen Sonne der portugiesischen Insel ruhte. In die Flasche gelangte der ohne eine Altersangabe ausgestattete Whisky mit einem Alkoholgehalt von 46 Prozent.

Glenmorangie Bacalta

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Bremer Spirituosen Contor

Die Whisk(e)y-Messe Nürnberg „The Village“ bot dem Vertrieb Bremer Spirituosen Contor die Möglichkeit, einige Neuheiten seines Portfolios vorzustellen. Eine Neuheit war mit dem Tomintoul Tlàth vertreten. In dem Single Malt Whisky aus der schottischen Speyside vereint Master Distiller Robert Fleming ausgewählte Whiskys verschiedenen Alters aus amerikanischen Bourbonfässern. Die Flaschenabfüllung erfolgt mit einem Alkoholgehalt von 40 Prozent.

Tomintoul Tlàth

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Auch einige neue Abfüllungen von Douglas Laing standen aus. Das Highlight: der Old Particular Laphroaig 18 Jahre. Die Nummer eins der neuen „Consortium of Cards“-Collection trägt den Namen „Königin der Hebriden“ beziehungsweise „Queen of the Hebrides“ und ist eine Einzelfassabfüllung aus der Laphroaig Distillery auf der schottischen Insel Islay. Von dem 18 Jahre lang in einem Refill-Sherry-Butt gereiften Single Malt Whisky konnten insgesamt 665 Flaschen bei einem Alkoholgehalt von 50 Prozent abgefüllt werden. Wie üblich verzichtet der Abfüller auf eine Kältefiltration und die Zugabe von Farbstoff. In Deutschland soll ein Kontingent von 120 Exemplaren verfügbar sein.

Douglas Laing

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Old Particular Laphroaig 18 Jahre

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Eine deutsche Exklusivität hatte der Aussteller mit dem Scallywag Easter Edition von Douglas Laing dabei. Bei der „Osterüberraschung“ handelt es sich um eine auf 300 Flaschen begrenzte Sonderabfüllung des Scallywag Blended Malt Whiskys, für den Malt Whisky aus ehemaligen Sherry- und Bourbonfässern ausschließlich von Brennereien in der Region Speyside herangezogen werden. Im Fall der Sonderedition kam eine extra Portion in Sherryfässern gereiften Whiskys zum Einsatz. Die Flaschenabfüllung erfolgte mit einem Alkoholgehalt von 48 Prozent, nicht kältegefiltert und ungefärbt.

Scallywag Easter Edition

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Diversa Spezialitäten

Der Vertrieb Diversa Spezialitäten organisierte einen Stand für das breite Angebot der Bruichladdich Distillery. Die Brennerei auf der schottischen Insel Islay präsentierte ihre zweite Auflage der The Three Tens Single Malt Whiskys. Die zehnjährigen Sondereditionen der hauseigenen Marken Bruichladdich, Port Charlotte und Octomore sind auf jeweils 18.000 Flaschen limitiert.

Beim Bruichladdich The Laddie Ten Second Limited Edition handelt es sich um einen ungetorfter Single Malt Whisky, welcher im Jahr 2006 destilliert und in zur Reifung in First-Fill-Bourbon-, Sherry- und französische Weinfässer gegeben wurde. Mit einem Alkoholvolumen von 50 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Zusatz von Farbstoff kam die Kreation in Flaschen.

Bruichladdich The Laddie Ten Second Limited Edition

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Für den mit einem Phenolgehalt von 40 ppm recht stark getorften Port Charlotte 10 Jahre Second Limited Edition wurde ein im Jahr 2006 gewonnenes Destillat in First-Fill-Bourbon-, Sherry-, spanische Tempranillo- und französische Weinfässer zur Reifung gegeben. Die Flaschenabfüllung erfolgte mit einem Alkoholgehalt von 50 Prozent, ungefiltert und ungefärbt.

Port Charlotte 10 Jahre Second Limited Edition

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Dritter im Bunde ist der Octomore 10 Jahre Second Limited Edition, der mit einem Phenolgehalt von 167 ppm eine der stärksten Torfungen der Welt aufweist. Ebenfalls im Jahr 2006 destilliert, kam es zur Reifung zu 60 Prozent in First-Fill-Bourbonfässern und zu 40 Prozent in ehemaligen Grenache-Blanc-Fässern. Bei der Flaschenabfüllung mit einer Alkoholstärke von 57,3 Prozent verzichtete die Brennerei auf eine Kältefiltration und die Zugabe von Farbstoff.

Octomore 10 Jahre Second Limited Edition

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Ebenfalls neu dabei war der Bruichladdich Black Art 5.1. Die erste von Head Distiller Adam Hannett kreierte Black-Art-Cuvée vereint von ihm persönlich ausgewählte Fässer ungenannten Typs aus allen Bereichen des Lagerhauses. Zur Destillation des ungetorften Single Malt Whiskys kam es im Jahr 1992, gefolgt von einer 24-jährigen Reifezeit. Die Flaschenabfüllung erfolgte ungefiltert und ungefärbt mit einem Alkoholgehalt von 48,4 Prozent. Die Limitierung beträgt 12.000 Exemplare weltweit.

Bruichladdich Black Art 5.1

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Im Bereich Rum hatte die Diversa die Mount Gay Origin Series Volume 2 dabei. War die Volume 1 der Mount Gay Origin Series in Deutschland noch nicht zu haben, ändert sich das mit der „The Copper Stills“ getauften Volume 2. Für die zweite auf 7.200 Exemplare limitierte Ausgabe der für die Gegenüberstellung verschiedener Teil-Aspekte der Rumherstellung konzipierten Reihe setzt Master Blender Allen Smith auf zwei unterschiedliche Brennverfahren: einerseits in einer Copper Column – einer kupfernen Kolonne – und andererseits in einer Copper Pot Still – einer kupfernen Brennblase. Die Box enthält zwei 0,35-l-Flaschen.

Mount Gay Origin Series Volume 2

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Alba Import

Einiges Neues brachte Alba Import mit. So zum Beispiel der neue Wolfburn Aurora aus der noch jungen Wolfburn Distillery in den schottischen Highlands. Der Distillery Manager Shane Fraser steckt hinter der nach den in den nördlichen Highlands zu beobachtenden Nordlichtern „aurora borealis“ benannten Neukreation, welche aus circa drei Jahre alten Ex-Sherry- und First-Fill-Bourbonfässern vermählt wird. Bei der Flaschenabfüllung verzichtet die im Jahr 2013 in den schottischen Highlands eröffnete Brennerei auf eine Kältefiltration sowie die Zugabe von Farbstoff. Das Alkoholvolumen beträgt 46 Prozent.

Wolfburn Aurora

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Brandneu ist auch der The Quiet Man 12 Jahre. Der dreifach destillierte Single Malt Whiskey aus Derry in Nordirland stammt aus einer nicht genannten Brennerei und reift in First-Fill-Bourbonfässern sowie in ehemaligen Sherryfässern. In die Flasche kommt die nun älteste Qualität von The Quiet Man mit einem Alkoholgehalt von 46 Prozent und ungefiltert. Ein ebenfalls neuer The Quiet Man 8 Jahre mit Finish im Sherryfass fehlte am Stand.

The Quiet Man 12 Jahre

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Erst vor kurzer Zeit kam der Hyde No. 5 The Aras Cask des unabhängigen Abfüllers Hibernia Distillers auf den Markt. Der irische Single Grain Whiskey ist mit der Jahreszahl 1860 für das Geburtsjahr des ersten Präsident Irlands versehen. Die Limited Edition reifte in Pinot-Noir-Weinfässern nach und kam mit einem Alkoholvolumen von 46 Prozent in die Flasche. Auf eine Kältefiltration wurde verzichtet.

Hyde No. 5 The Aras Cask

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Von Wemyss Malts war die neue Batch-Strength-Range vor Ort. Für Batch No.001 der dreiteiligen Reihe wurden ausgewählte Single Malt Whiskys aus insgesamt zehn schottischen Brennereien bezogen, für explizite Geschmacksprofile vermählt und mit hohen Alkoholvolumina von 54,5 bis 57 Prozent abgefüllt. Die Batch Strength Limited Editions der Qualitäten The Hive, Spice King und Peat Chimney sind in der ersten Charge auf jeweils 6.000 Exemplare begrenzt.

Kammer-Kirsch

Die in Karlsruhe beheimatete Destillerie Kammer-Kirsch präsentierte an ihrem Stand den frisch gelaunchten Black Forest Rothaus Whisky in der neunten Auflage. Der die Fähigkeiten der Badischen Staatsbrauerei Rothaus und der Destillerie Kammer-Kirsch vereinende Single Malt Whisky basiert auf dem speziellen Braumalz und weichen Brauwasser von Rothaus. Nach der Fermentation der Zutaten erfolgte in Karlsruhe bei Kammer-Kirsch die zweifache Destillation in kleinen Kupferbrennblasen. Anschließend reifte der Whisky in ehemaligen Bourbonfässern aus Weißeiche circa vier Jahre bis zu seiner Vollendung. Mit Brauwasser wurde das Alkoholvolumen von 43 Prozent eingestellt. Außerdem waren die zum Jahresende 2016 aufgelegten Sondereditionen Lemberger Cask Finish, Sherry Wood Finish und Highland Finish.

Black Forest Rothaus Whisky

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Lantenhammer / Slyrs

Die Lantenhammer Distillery hatte einen Stand für die Erzeugnisse ihrer Slyrs Distillery auf der Messe. Zum einen gab es den Raritas Diaboli, der in einer jährlich neu aufgelegten Edition erscheint. Für die Edition 2016/2017 wie für alle davor stellten Master Distiller Hans Kemenater bei Slyrs und Master Distiller Tobias Maier bei Lantenhammer einen Blend aus hauseigenem und aus ausgewählten Ländern weltweit stammenden Whisky zusammen. Was für Whisky vermählt wird, verschweigen die Macher. Das Alkoholvolumen bleibt jedes Mal unangetastet und beträgt bei der aktuellen Edition 59,3 Prozent. Es entstanden knapp 3.000 Exemplare.

Raritas Diaboli

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Zum anderen erblickte man den Sild Crannog Whisky. Dieser ist der erste Single Malt Whisky der von der Slyrs Distillery in Bayern und dem Wein- und Spirituosen-Fachhandel Wein-Heiliger auf Sylt gegründeten Unternehmens Sylt Destillerie. Die Kooperationspartner Anton Stetter, Geschäftsführer bei Slyrs, und Alexander Sievers, Inhaber von Wein-Heiliger, produzierten die erste Auflage ihres Inselwhiskys aus Gerste von der Geest zwischen Kampen und Wennigstedt sowie dem Wasser aus der „Sylt-Quelle“ bei Rantum. Hans Kemenater, Master Distiller bei Slyrs, übernahm die Destillation in der am Schliersee in Oberbayern gelegenen Brennerei. Für eine dreijährige Reifung kam das Destillat in kleine Holzfässer auf einen „The Angels‘ Share“ getauften Fischkutter, vor Anker im nördlichsten Hafen Deutschlands in List. Das Alkoholvolumen von 48 Prozent wurde abschließend mit dem Quellwasser eingestellt.

Sild Crannog Whisky

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Caminneci

Der deutsche Importeur Caminneci nutzte die Standfläche zur Präsentation des neuen The Big Strand. Der getorfte Single Malt Whisky stammt vom unabhängigen Abfüller Morrison & Mackay, der die Fässer aus einer nicht bekannten Brennerei von der schottischen Insel Islay bezieht. Eine Altersangabe trägt der nach dem längsten Sandstrand der Insel benannte Whisky nicht. Ungefärbt sowie ungefiltert erfolgt die Flaschenabfüllung mit einem Alkoholvolumen von 46 Prozent.

The Big Strand

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Außerdem bei Caminneci: zwei im Spätjahr 2016 gelaunchte Limited Editions der Speyside Distillery. Für den Spey Trutina und den Spey Fumare verwandte die in der schottischen Speyside ansässige Brennerei erstmals getorftes Gerstenmalz. Die Reifung verbrachte der Spey Trutina ausschließlich in ehemaligen Bourbonfässern. Im Fall des Spey Fumare gibt es keine Details zur Fassreifung. Beide Single Malt Whiskys eint ein Alkoholvolumen von 46 Prozent sowie der Verzicht auf Farbstoff und eine Kältefiltration.

Spey Trutina und den Spey Fumare

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Kirsch Whisky

Am Stand von Kirsch Whisky wartete der neue Port Askaig 8 Jahre. Der Single Malt Whisky von der schottischen Insel Islay stammt wie die anderen Abfüllungen der Marke aus einer nicht bekannten Brennerei. Nach acht Jahren in ehemaligen Bourbonfässern gelangt der Whisky mit einem Alkoholvolumen von 45,8 Prozent, ungefärbt und ungefiltert in die Flasche.

Port Askaig 8 Jahre

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Auch neu dabei war der Edradour Ballechin Cuvée 8 Jahre als exklusive Limited Edition für den deutschen Markt. Für diesen speziellen Single Malt Whisky vermählte die in den schottischen Highlands ansässige Edradour Distillery ein Ex-Sherry-Butt ihres ungetorften Edradour und drei Ex-Bourbon-Barrels ihres getorften Ballechin. Allesamt reiften nach der Destillation im Jahr 2008 für acht Jahre heran. Nach der Vermählung kam die limitierte Edition ungefärbt, ungefiltert und mit einem Alkoholvolumen von 46 Prozent in die Flasche.

Edradour Ballechin Cuvée 8 Jahre

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Charles Hosie

Charles Hosie stellte die neuesten Spezialitäten der Eigenmarke 3 Island aus: den 3 Island Falernum und den 3 Island Spiced. Beim 3 Island Falernum handelt es sich um einen karibischen Gewürzlikör mit einem Alkoholgehalt von 21,5 Prozent, basierend auf dem 3 Island White und Black Rum. Durch Mazeration werden der Rum-Basis die Aromen von Limettenschalen, Bittermandel, Ingwer, Zimtblüten, Piment, Nelken und Sternanis verliehen. Zum Zusatz von Aromen, ätherischen Ölen oder Farbstoffen kommt es dabei nicht. Der 3 Island Spiced basiert auf dem 3 Island Black Rum und kommt mit einem Alkoholvolumen von 37,5 Prozent daher. Verfeinert wird der Spiced Rum per Mazeration mit frischen Orangenschalen, Madagaskar Bourbon Vanilleschoten, geröstete Kakaobohnen, Koriander, Zimtrinde, Bittermandel, Ingwer und Nelken.

3 Island Falernum und den 3 Island Spiced

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Sierra Madre

Noch ziemlich neu auf dem deutschen Markt ist der bei Sierra Madre ausgestellt gewesene Ron Prohibido Gran Reserva 15 Jahre aus Mexiko. Der Neuzugang entsteht aus lokalem Zuckerrohr und reift für 15 Jahre in einem Solera-System, bis zur abschließenden Verfeinerung mit Rosinenwein. In die Flasche kommt der Mexican Rum mit einem Alkoholvolumen von 40 Prozent und mit Farbstoff.

Ron Prohibido Gran Reserva 15 Jahre

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Mit dem Elephant Strength Gin hatte der Aussteller einen „Fremdling“ bei der auf Whisky und Rum spezialisierten Messe dabei. Die neue hochprozentige Variante des aus Hamburg stammenden Elephant Gins basiert auf der klassischen, aus 14 teils afrikanischen Botanicals bestehenden Rezeptur und entsteht in kleinen Chargen in Kupferbrennblasen. Das Alkoholvolumen beträgt 57 Prozent, was circa 100 Englischen Proof entspricht. Entsprechend der einst in der englischen Navy verbreiteten Trinkstärke kommt die Flasche mit maritimen Elementen wie einer Seekarte im Etikett und einem Miniaturanker am Korken daher. Ferner tragen die Flaschen die Namen der „Glorreichen Sieben“, den stärksten und eindrucksvollsten Elefanten im Krüger National Park in Südafrika.

Elephant Strength Gin

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