Test: Glenfiddich IPA Experiment

Der Glenfiddich IPA Experiment ist die Nummer eins der im Oktober 2016 vorgestellten „Glenfiddich Experimental Series“, die sich mit neuen Entwicklungen und Innovationen beschäftigt. Diesen Single Malt Whisky kreierte Brian Kinsman, Malt Master der Glenfiddich Distillery in der schottischen Speyside, in Zusammenarbeit mit Seb Jones von der schottischen Speyside Brewery. Gemeinsam entwickelten sie zunächst ein neues IPA Craft Beer, das sie in gebrauchte Whiskyfässer aus der Brennerei füllen. In die wieder entleerten Fässer kommt der aus gemälzter Gerste und dem Wasser der Robbie-Dhu-Quellen in einer zweifachen Destillation in Kupferbrennblasen gewonnene Whisky für ein dreimonatiges Finish. Zuvor ruht er für eine unbestimmte Reifezeit in ehemaligen Bourbonfässern. In die Flasche gelangt der Whisky kältefiltriert und gefärbt mit einem Alkoholvolumen von 43 Prozent. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Glenfiddich-Übersichtsseite zu finden.

Glenfiddich IPA Experiment Glas und Flasche
Glenfiddich IPA Experiment

Optik / Flasche

Abgefüllt wird der hellgoldfarbene Glenfiddich IPA Experiment in einer Flasche aus dunklem Braunglas. Markant für diese ist die Glenfiddich typische, dreikantige Form mit passablem Handling. Knapp oberhalb des recht breiten und standsicheren Bodens ist der Körper tailliert. Steil angelegte Schultern führen zu einem mittellangen Hals. Besagten Hals umgibt eine hellbraune bis kupferfarbene Banderole, die einen kupferfarbenen „IPA Experiment“-Schriftzug zeigt.
Ein Naturkorken, befestigt an einer großen Holzkappe, dient als Verschluss. Auf diesem ist der Hirsch – das Markenzeichen von Glenfiddich – eingraviert.
Von oben nach unten zieren die Vorderseite das Gründungsjahr der Destillerie als Reliefprägung auf Schulterhöhe und die kupferfarbenen Aufdrucke des Hirschs und des „IPA Experiment“-Schriftzugs. Darunter fällt der Blick auf ein kleines, hellbraunes Etikett in Form einer abreißbaren Eintrittskarte, das der weißen Markenschriftzug nebst der kupferfarbenen Bezeichnung des Whiskys und der ebenfalls kupferfarbenen Signatur von Malt Master Brian Kinsman zieren.
Das ebenfalls hellbraune Etikett auf der Rückseite gibt wenige Produktmerkmale sowie die offiziellen Tasting-Notes wieder.

Wer den Glenfiddich IPA Experiment erwirbt, bekommt für gewöhnlich eine hochwertige Geschenkverpackung dazu. Die hellbraune Hülle aus dicker Pappe besitzt einen aus robustem Blech gestanzten Boden und Deckel. Da der Boden fest angebracht ist, fällt die Stabilität besonders hoch aus. Die Optik orientiert sich an der Form und am Etikettendesign der Flasche.

Galerie
Glenfiddich IPA Experiment Vorderseite
Vorderseite
Glenfiddich IPA Experiment Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Glenfiddich IPA Experiment Rückseite
Rückseite
Glenfiddich IPA Experiment Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Glenfiddich IPA Experiment Verschluss
Verschluss
Glenfiddich IPA Experiment Hals
Hals
Glenfiddich IPA Experiment Verpackung und Flasche
Verpackung

Geruch / Geschmack

Frisch und leicht dringt der Glenfiddich IPA Experiment in die Nase. Dabei entfaltet sich eine Fülle von süßlichen Noten wie Vanille, Honig, Karamell, Malz und ein paar Trockenfrüchte. Weiterhin prägen eine Spur Hopfen sowie Nuancen von Apfel, ein Hauch Orange und Anklänge von Eichenholz den Geruch. Neben einer leicht pfeffrigen Noten ist keine nennenswerte Schärfe erkennbar.
Im Mund demonstriert der Whisky eine feine Süße mit Aromen von Vanille, Malz und Honig. Hinzustoßen reifer Apfel, leicht getoastetes Eichenholz und Nüsse. Punktuell legt sich eine geringe Schärfe mit etwas Pfeffer und Trockenheit auf die Zunge. Darüber hinaus lässt der Geschmack auch etwas Hopfen erkennen.
Den kräftigen und langen Nachklang prägen Früchte, inklusive Orange, getoastete Eiche, Nüsse, Karamell und Vanille.

Kombiniert man den Glenfiddich IPA Experiment mit wenigen Tropfen stillen Wassers erscheint der Duft würziger mit Noten von Karamell, Eichenholz und wenig Pfeffer, während die fruchtig-frischen Nuancen weichen.
Als weich und cremig nach Toffee und Malz erweist sich nun der an Kraft und Komplexität verlorene Geschmack.
Der milde Abgang ist merklich kürzer und in erster Linie süß.

Empfohlene Trinkweise

Zu empfehlen ist der Genuss des Glenfiddich IPA Experiment pur und bei Zimmertemperatur. Auf eine Kühlung beziehungsweise Hinzugabe von Eiswürfeln sollte zugunsten der freien Entfaltung der Aromen verzichtet. In Kombination mit wenigen Tropfen stillen Wassers erhält der Whisky ein alternatives, aber bei Weitem nicht so ausgeprägtes Geschmacksprofil.
In puncto Cocktails kommen der „Whisky Sour“, der „Rob Roy“ oder der „Old Fashioned“ in Frage.

Fazit

4,0

Glenfiddich IPA Experiment Wertung
Die Glenfiddich Distillery in der schottischen Speyside beschreibt den Glenfiddich IPA Experiment als den ersten Single Malt Whisky, der eine Nachreifung in zuvor von IPA Craft Beer belegten Fässern erhält. Mit diesem Finish bekommt der Whisky recht subtile Anklänge von Hopfen. Darüber hinaus sind sowohl Geruch als auch Geschmack besonders intensiv und komplex, mit in erster Linie süßen Aromen, begleitet von einer teils frischen Fruchtigkeit und feinen Würze. Vergleichsweise leicht prägt den Whisky punktuell nur eine geringe Schärfe. Gefallen findet zudem der lange und aromatische Abgang. Primär ist der Purgenuss bei Zimmertemperatur zu empfehlen, gefolgt von der Zubereitung von Cocktails. Das qualitativ stimmige und stilvolle Flaschendesign lässt im Prinzip keine Wünsche übrig. Preislich beginnt die 0,7-l-Flasche des Glenfiddich IPA Experiment bei angemessenen 52 Euro inklusive Geschenkverpackung.

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