Havana Club Verde im Test: Modernes Kuba für den Mix

Als im Frühling 2020 der Havana Club Verde enthüllt wurde, stieß das kubanische Brand Havana Club in das Segment der aromatisierten Spirituosen auf Rum-Basis vor. Der sogenannte Spirit Drink basiert auf einem weißen Melasse-Rum aus eigenem Hause, von dem nicht bekannt ist, ob er eine Fassreifung erfährt. Hinzu stoßen Botanicals wie die Kräuter Oregano, Thymian und Rosmarin sowie sonnengereifte Zitrusfrüchte. Weiter erfolgt eine als dezent bezeichnete Süßung mit kubanischem Honig. Das Alkoholvolumen wird bei 35 Prozent eingestellt. Allem Anschein nach kommt kein Farbstoff zum Einsatz. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Havana-Club-Übersichtsseite zu finden.

Havana Club Verde Glas und Flasche
Havana Club Verde

Optik / Flasche

Den gelblich schimmernden Havana Club Verde gibt es in einer für die Marke typischen Flasche aus Weißglas. Aufzufallen weiß die Flasche durchaus durch ihren zylindrischen Körper, der im unteren Bereich leicht verbreitert ausfällt. Rundliche und eng anliegende Schultern verbinden den Körper mit dem eher kurzen Hals, den eine dunkelgrüne Metallbanderole mit goldfarbenen Abbildungen von Kräutern und Zitrusfrüchten umgibt.
Ein ebenfalls dunkelgrüner Drehmechanismus dient als Verschluss. Auf diesem sind der Markenschriftzug und die Produktbezeichnung „Verde“ in einem Goldfarbton zu erkennen.
Frontal betrachtet fällt der Blick auf ein großes Hauptlabel, das mit einem hellen Grün aufwartet. Inmitten des von Abbildungen von Pflanzen und Zitrusfrüchten umrahmten Etiketts stehen das Logo von Havana Club und die dunkelgrüne Produktbezeichnung. Während oberhalb des Hauptlabels eine Reliefschrift des Markenschriftzugs vorzufinden ist, befindet sich knapp oberhalb des Bodens ein kleines, dunkelgrünes Etikett mit einer Aufführung der Hauptzutaten.
Das hellgrüne Rücketikett liefert eine Beschreibung der Spirituose sowie die Rezeptur eines „Verde & Tonic“.

Galerie
Havana Club Verde Vorderseite
Vorderseite
Havana Club Verde Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Havana Club Verde Rückseite
Rückseite
Havana Club Verde Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Havana Club Verde Verschluss
Verschluss
Havana Club Verde Hals
Hals

Geruch / Geschmack

Der Geruch des Havana Club Verde ist recht stark ausgeprägt und dabei herbal und frisch. Die Nase erreichen die Noten von Oregano, Thymian und etwas Rosmarin. Zudem werden Assoziationen von Minze geweckt. Des Weiteren entfalten sich die Noten von Limette und Orange. Ergänzend tritt ein Hauch Süße in Erscheinung. Nicht unbemerkt bleibt jedoch auch eine Spur spitzen Alkohols.
Der mittelkräftige Geschmack startet alkoholisch und rau. Allmählich entwickeln sich die Aromen von Oregano, Thymian und wenig Rosmarin. Erneut sind auch an Minze erinnernde Töne zu vernehmen. Es folgen die Aromen von Limette und Orange sowie eine angenehme Honigsüße.
Im mittellangen Finish setzt sich die Süße fort, ehe wieder eine alkoholische Note überwiegt. Nach und nach kommen noch einmal die Nuancen von Limette, Zitrone, dezent Oregano, Thymian und Rosmarin zur Geltung.


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Rum & Co

Empfohlene Trinkweise

Kaum zu empfehlen ist der Genuss des Havana Club Verde in Reinform. Die ohnehin nicht für den Purgenuss konzipierte Spirituose ist jedoch in einfach reproduzierbaren Longdrinks mit Fillern wie Tonic Water, Bitter Lemon oder Ginger Ale sowie Twists großer Cocktailklassiker wie dem „Daiquiri“ und dem „Aviation“ zuhause. Diese und auch weitere Rezepturen sind auf der offiziellen Markenwebsite zu finden.

Perfect Serves
Bild: Havana Club

Fazit

3,0

Havana Club Verde Wertung
Der Havana Club Verde soll dem trendigen Gin Konkurrenz machen und zugleich etwas vom Aperitif-Kult profitieren. Die Vermählung aus weißem Rum mit Kräutern, Zitrusfrüchten und Honig erweist sich als sehr spannend und potenziell harmonisch, wäre da nicht ein anhaltend alkoholischer Touch. Dieser dämpft den positiven Eindruck, den die ausgeprägt zur Geltung kommenden Botanicals und die angenehm zurückhaltende Honigsüße durchaus erwecken, stark ein. Vom Purgenuss ist abzuraten, dafür gilt die Empfehlung der Zubereitung von Longdrinks und Cocktails. Hinsichtlich des Flaschendesigns gelingt der Spagat zwischen modern und traditionell. Den Besitzer wechselt die 0,7-l-Flasche des Havana Club Verde für einen akzeptablen Preis von rund 14 Euro. Modernes Kuba für den Mix.

Das Sample wurde uns von Pernod Ricard Deutschland ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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