Bericht: Bodega González Byass – Sherry, Brandy und mehr

Geschichte

Im Herzen der andalusischen Stadt Jerez de la Frontera befindet sich die Bodega González Byass. Gegründet wurde sie 1835 vom damals 23 Jahre jungen Manuel María González Ángel, der wenig von der Weinherstellung verstand, jedoch über einen ausgeprägten Geschäftssinn verfügte. Das nötige Fachwissen brachte sein Onkel José Ángel mit, der von allen nur Tío Pepe – zu deutsch „Onkel Pepe“ – genannt wurde. Für seine Mitarbeit verlangte er von seinem Neffen kein üppiges Gehalt, sondern lediglich einen eigenen kleinen Weinkeller.

Manuel María González Ángel
Bild: Spirituosen-Journal.de
Manuel María González Ángel
Bodega González Byass
Bild: Spirituosen-Journal.de
Bodega González Byass

Die Firma nahm eine rasante Entwicklung. Nach zwei Jahren hatte sich der Absatz bereits verzehnfacht, nach nicht einmal zehn Jahren sogar verhundertfacht. Einen maßgeblichen Anteil daran hatte die Zusammenarbeit mit Robert Blake Byass, der ab 1844 den Export des Sherrys nach Großbritannien organisierte und zum Teilhaber wurde. Bis ins Jahr 1988 hielt die wirtschaftliche Verbindung an, bis die Firmenanteile der Familie Byass zurück an die Familie González gingen, die die Firma heute in fünfter Generation leitet.

Lager von Tío Pepe
Bild: Spirituosen-Journal.de
Lager von Tío Pepe

Heute sind die einzigen familienfernen Anteilseigner an Gonzáles Byass eine Unternehmensgruppe aus der Schweiz mit zwei Prozent und eine japanische Investorengruppe mit einem Prozent. Neben der Bodega in Jerez, in der außer Sherry und Brandy auch Wermut hergestellt und Whisky gelagert wird, betreibt González Byass noch einige andere Weingüter verteilt in ganz Spanien, in denen verschiedene Weinsorten produziert werden. Ferner umfasst das Portfolio zwei Gins.