Unabhängig abgefüllt: Tipperary Boutique Distillery gibt zwei Single Casks frei

Da die erst im November 2020 gestartete Tipperary Boutique Distillery in Ballindoney im südirischen County Tipperary noch keinen eigenen Whiskey vorweisen kann, setzt Master Distiller Stuart Nickerson auf unabhängige Abfüllungen aus anderen Brennereien. Erst vor Kurzem hat Nickerson wieder zwei Single Casks abgefüllt. Entstanden sind das Tipperary Single Cask 2008/2021 Rioja Wine Finish und das Tipperary Single Cask 2017/2021 Rioja Wine.

Im Fall des Tipperary Single Cask 2008/2021 Rioja Wine Finish wurde ein im November 2008 von einer namentlich nicht genannten Brennerei in Irland destillierter Single Malt in einem Refill-Sherryfass bezogen. Hinzu kam ein Finish in dem Ex-Rioja-Rotweinfass mit der Nummer 250. Abgefüllt wurde im September 2021 mit einem Alkoholvolumen von 50 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Der Geruch weckt laut offizieller Verkostungsnotiz Erinnerungen an Erdbeeren und dann an Kirschen. Geschmacklich Erdbeeren, Kirschen und Ananas mit schwarzem Pfeffer. Der Nachhall sei wie eine Fruchtbowle mit Erdbeeren, Kirschen und Ananas.

Tipperary Single Cask 2008/2021 Rioja Wine Finish
Bild: HaWe

Beim Tipperary Single Cask 2017/2021 Rioja Wine ließ Master Distiller Stuart Nickerson das Malz der eigen angebauten Gerste in einer ungenannten Brennerei brennen. Von Juni 2017 bis September 2021 verbrachte der Single Malt seine Reifung durchgängig in dem Ex-Rioja-Rotweinfass mit der Nummer 3474. Das Abfüllen in Flaschen wurde mit einem Alkoholvolumen von 50 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff vorgenommen. Den offiziellen Tasting-Notes zufolge erinnert der Geruch an einen Raspberry Jam Sponge. So auch im Mund, mit einer Portion schwarzem Pfeffer. Der Abgang sei langanhaltend.

Tipperary Single Cask 2017/2021 Rioja Wine
Bild: HaWe

Seit kurzer Zeit sind die beiden Tipperary Single Cask Releases im ausgewählten Fachhandel anzutreffen. Wie viele Flaschen jeweils gewonnen werden konnten, ist nicht bekannt. Auch unverbindliche Preisempfehlungen wurden bisher nicht kommuniziert.

Quelle: Hanseatische Weinhandelsgesellschaft