Dreimal Barbados: Plantation Rum mit „ultra“ limitierter Extrême Series V

Annähernd zwei Jahre mussten Enthusiasten auf die Extrême Series V der zur französischen Maison Ferrand gehörenden Marke Plantation Rum warten. Das neueste Kapitel der von Master Blender Alexandre Gabriel ins Leben gerufenen Reihe soll ganz der Karibikinsel Barbados gewidmet sein. Dafür ließ Alexandre Gabriel drei ausgewählte und „ultra“ limitierte Jahrgangsrums aus der West Indies Rum Distillery auf Barbados abfüllen und mit Kunstwerken des einheimischen Künstlers Alex Mars schmücken. Die im Besitz von Ferrand befindliche Brennerei verließen so der Barbados WIRD 1986, der Barbados WIRD 2000 und der Barbados WIRD 2007.

Der Plantation Extrême Series V Barbados WIRD 1986 wurde im Jahr 1986 in der Gregg Pot Still der West Indies Rum Distillery auf Grundlage von Zuckerrohrmelasse destilliert. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Estergehalt 150 Gramm pro Hektoliter reinen Alkohols. Zunächst durfte der Rum für 13 Jahre in Ex-Bourbonfässern im tropischen Klima der Insel reifen. Anschließend kamen die Fässer nach Frankreich, wo sie in den Kellern der Maison Ferrand im kontinentalen Klima weitere 21 Jahre lagerten. Außerdem kam es zu einem einjährigen Finish in Ex-Ferrand-Cognacfässern. Abgefüllt wurde nach einer insgesamt 35-jähriger Reifezeit mit einem Alkoholvolumen von 55,1 Prozent und ohne Süßung. Auch der Verzicht auf eine Kältefiltration oder eine Färbung ist wahrscheinlich. Es entstanden 286 Flaschen. Den offiziellen Tasting-Notes zufolge ist der Geruch intensiv und sehr reich an Aromen von tropischen Früchten wie Mangos, Orangenschalen, Passionsfrüchten, Pfirsichen sowie Vanille und Anis. Der Geschmack sei ebenfalls äußerst reich und intensiv. Die Aromen des Bouquets finde man am Gaumen wieder. Das Finale sei intensiv und langanhaltend mit Rancio, Aprikosen, Papayas, Tee und Pfefferminze.

Plantation Extrême Series V Barbados WIRD 1986
Bild: Ferrand Deutschland

Hinter dem Plantation Extrême Series V Barbados WIRD 2000 steckt ein Rum, der im Jahr 2000 von der West Indies Rum Distillery aus Zuckerrohrmelasse gebrannt wurde. Zum Einsatz kamen die Gregg Pot Still, die Vulcan Chamber Still und eine Column Still. Der Estergehalt lag bei 30 Gramm pro Hektoliter reinen Alkohols. Anfänglich verbrachte der Rum fünf Jahre in Ex-Bourbonfässern im tropischen Klima. Es folgten weitere 14 Jahre in den Kellern der Maison Ferrand im kontinentalen Klima. Zu guter Letzt kam es zu einem zweijährigen Finish in Ex-Ferrand-Cognacfässern. Das Abfüllen in Flaschen geschah mit einem Alkoholgehalt von 47,8 Prozent und ohne Zuckerzugabe. Unwahrscheinlich ist zudem eine Kältefiltration oder eine Färbung. Gewonnen werden konnten 924 Flaschen. Laut der offiziellen Verkostungsnotiz fällt der Geruch frisch und komplex aus nach roten Beeren, Vanille und gekochten Birnen mit einem Hauch von Zitronengras, Aprikosen und Honig. Am Gaumen extrem fruchtig und rund mit Erdbeeren, Haselnüssen, Ringelblumen und Guaven- und Grapefruitnoten. Der Nachhall sei lang und angenehm mit Noten von Himbeeren, Nelken, Bananen und Guaven, die sich zu Zitrus-, Beeren- und Holznoten weiterentwickeln sollen.

Plantation Extrême Series V Barbados WIRD 2000
Bild: Ferrand Deutschland

Komplettiert wird das fünfte Kapitel der Reihe vom Plantation Extrême Series V Barbados WIRD 2007. Dieser Melasse-Rum erfuhr seine Destillation im Jahr 2007 sowohl in der Gregg Pot Still als auch in einer Column Still der West Indies Rum Distillery. Der Estergehalt erreichte 40 Gramm pro Hektoliter reinen Alkohols. Auf eine zweijährige Reifung in Ex-Bourbonfässern im tropischen Klima folgten weitere zehn Jahre in den Kellern der Maison Ferrand im kontinentalen Klima. Zwei zusätzliche Jahre durfte der Rum in Ex-Ferrand-Cognacfässern nachreifen. Abgefüllt wurde mit einem Alkoholgehalt von 58 Prozent und ohne Süßung – wahrscheinlich auch ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Insgesamt existieren 2856 Flaschen. Der Geruch gilt als reichhaltig, frisch und würzig mit Karamell, Muskat, Vanille, Kokos, Nüssen sowie Geißblatt, Zimt, Kaffee und Crême Brûlée. Den Geschmack beschreiben die offiziellen Tasting-Notes als rund und elegant mit Aromen von Zitronenschalen, gerösteten Kokosnüssen und Mandeln sowie Schokolade, Tabak, Pfeffer und Bananen. Im Nachklang lang und recht trocken mit würzigen, schokoladigen Noten.

Plantation Extrême Series V Barbados WIRD 2007
Bild: Ferrand Deutschland

Im zurückliegenden April enthüllte Master Blender Alexandre Gabriel die Plantation Extrême Series V. In der Zwischenzeit sollen äußerst geringe Mengen in Deutschland eingetroffen und auch vielfach bereits vergriffen sein. Unverbindliche Preisempfehlungen haben uns nicht erreicht.

Quelle: Ferrand Deutschland

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