Fettercairn 18 Jahre im Test: Mit Scottish Oak zum Hochgenuss

Seit dem Herbst 2022 ergänzt der Fettercairn 18 Jahre das Kernsortiment der in den schottischen Highlands beheimateten Fettercairn Distillery. Dabei handelt es sich um nicht irgendeinen Single Malt Scotch Whisky, sondern eigenen Angaben zufolge um die erste in Fässern aus schottischer Eiche gefinishte Kernqualität einer Brennerei in Schottland. Zunächst jedoch erfährt der Single Malt, den die Brennerei in gewohnter Manier unter Einsatz ihrer mit Kühlring ausgestatteten Spirit Still destilliert, eine Hauptreifung in First-Fill- und Refill-Bourbon-Casks. Für das Finish geht es in First- und Second-Fill-Scottish-Oak-Casks, gefertigt aus Eichen der Region. Während die gesamte Reifezeit mit 18 Jahre angegeben wird, ist nicht klar, welchen Anteil die Nachreifung einnimmt. Abgefüllt wird mit einem Alkoholvolumen von 46,8 Prozent, nicht kältegefiltert und nicht gefärbt. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Fettercairn-Übersichtsseite zu finden.

Fettercairn 18 Jahre Glas und Flasche
Fettercairn 18 Jahre

Optik / Flasche

Die aus Weißglas bestehende Flasche des satt-bernsteinfarbenen Fettercairn 18 Jahre verfügt über eine aufwendige und einzigartige Formgebung. Auffällig ist der hohe, zylindrische Körper, der auf einem massigen Sockel thront und nach oben allmählich breiter wird. Ab halber Höhe beginnen zudem strahlenförmige Vertiefungen, welche auch über die eher eng anliegenden Schultern hinweg auf den mittellangen Hals reichen. Markant ist der Glasring am Hals, der auf den Kühlring an der Spirit Still von Fettercairn verweisen soll.
Verschlossen wird die Flasche von einem Naturkorken, befestigt an einem dunklen Holzgriff, auf dem das weiße Logo von Fettercairn abgebildet ist. Besagtes Logo zeigt zentral ein Einhorn.
Vorne ziert die Flasche ein teils kupfernes Emblem mit Logo, eingelassen in eine Vertiefung. Das mittelgroße Hauptlabel liefert vor weißem Grund den Markennamen und die Altersangabe in Schwarz und einem Kupferfarbton. Auf einer türkisfarbenen Fläche wird zudem auf die Reifung inklusive Finish verwiesen.
Das Rücketikett bietet keine erwähnenswerten Designmerkmale.

Die Geschenkverpackung setzt sich aus sehr stabiler Pappe zusammen. Die Farbgebung entspricht der der Flaschenetiketten.

Galerie
Fettercairn 18 Jahre Vorderseite
Vorderseite
Fettercairn 18 Jahre Rückseite
Rückseite
Fettercairn 18 Jahre Verschluss
Verschluss
Fettercairn 18 Jahre Hals
Hals
Fettercairn 18 Jahre Verpackung und Flasche
Verpackung

Geruch / Geschmack

Sehr kräftig erreicht der Fettercairn 18 Jahre die Nase. Neben Vanille, Karamell und Malz gelangen Buttergebäck und Trockenfrüchten, dazu ein Touch Tropenfrüchte, zur Entfaltung. Im Hintergrund bemerkt man eine Eichenwürze mit Backgewürzen und Bittermandel.
Der Geschmack fällt intensiv, voluminös und mundfüllend mit öliger Textur aus. In einem komplexen Aromenspiel treffen Vanille, Karamell und Malz mit Buttergebäck und Trockenfrüchten auf einen leicht tropischen Anklang und gebranntes Eichenholz mit pfeffrigen Tönen.
Im langen Abgang präsentiert sich der Single Malt weiterhin voll, ölig und wärmend mit einer pfeffrigen Würze, geröstetem Eichenholz und gebrannten Mandeln.

In Verbindung mit wenigen Tropfen stillen Wassers wird der Geruch seidig, bleibt aber weiterhin kräftig. Zu vernehmen ist eine Melange aus süßen und mild-würzigen Noten, abgerundet durch eine tropische Fruchtnote.
Der Geschmack ist immer noch sehr kräftig und hoch komplex, bei einer etwas milderen Würze.
Auch im Nachhall erweist sich der Single Malt nun als sehr weich. Vor allem die Würze lässt nach.


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Empfohlene Trinkweise

Im Vordergrund steht der Purgenuss bei Zimmertemperatur. Eine Empfehlung wert ist auch die Kombination mit wenigen Tropfen stillen Wassers.
Nichtsdestotrotz kann der Fettercairn 18 Jahre für diverse Drinks wie den „Whisky Sour“ oder den „Old Fashioned“ herhalten.

Fazit

5,0

exzellent
Der Fettercairn 18 Jahre nimmt eine zentrale Position im Kernsortiment der Fettercairn Distillery in den schottischen Highlands ein. Zugleich bietet der Single Malt Scotch Whisky, der als einer von nur wenigen in Fässern aus schottischer Eiche nachreifen darf, einen absoluten Hochgenuss. Auf der Habenseite stehen eine beachtliche Intensität, eine hohe Komplexität und ein äußerst voluminöses Mundgefühl. Zu einer schmackhaften Süße gesellen sich verschiedene Fruchtnoten und vielschichtige Würznoten. Damit richtet sich der Single Malt klar an Puristen. Besonders edel und hochwertig kommt die Flasche samt Geschenkverpackung daher. Am Ende bleibt noch der Preis, der mit satten 145 Euro zu Buche schlägt. Nicht wenig Geld, aber in Anbetracht der noch vorherrschenden Seltenheit in Scottish-Oak-Casks gereifter Single Malts durchaus nachvollziehbar.

Das Sample wurde uns von Whyte & Mackay ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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