Die Octomore Series der Bruichladdich Distillery auf der schottischen Insel Islay geht in ihr 17. Jahr. Dieser Tage erreicht die Edition 17 mit drei „super heavily peated“ Single Malt Scotch Whiskys den deutschen Markt, ein weiterer wird noch diesen November erwartet.
Octomore Edition 17.1
Den Einstieg in die Octomore Series 17 bildet die Octomore Edition 17.1. Die Bruichladdich Distillery destillierte diesen Single Malt aus schottischem Gerstenmalz mit einem Phenolgehalt von 81 ppm. Die rund fünfjährige Reifung fand exklusiv in First-Fill-Bourbon-Barrels statt. Abgefüllt wurde mit einer Alkoholstärke von 59,7 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Wie viele Flaschen entstanden sind, ist nicht bekannt.
Tasting-Notes
Zunächst sauber und präzise, so die Tasting-Notes, eröffnet sich der Geruch mit süßem Malz und cremiger Vanillecreme. Ausgebrannte amerikanische Eiche steuere Noten von gerösteter Kokosnuss und Butterscotch bei, während zarte Zitruszesten und grüne Melone für Frische sorgen würden. Der Rauch steige sanft auf, anstatt zu dominieren – wie glühende Torfglut und die ferne Erinnerung an ein Strandfeuer, herangetragen von einer salzigen Atlantikbrise. Mit der Zeit sollen florale Gerstennoten, sanfte Ingwerwürze und eine ausgeprägte Mineralität hervortreten. Am Gaumen bestimme die Textur das Erlebnis – viskos, schmeichelnd und von satter Süße. Der hohe Alkoholgehalt sorge für pfeffrige Schärfe, ohne dabei aggressiv zu wirken. Vanille-Milchshake, Toffee und warme Vanillecreme-Tarte sollen auf Birnenbonbons und Malzsirup treffen. Die Torfnote baue sich wellenartig auf: zunächst trockener, erdiger Rauch, gefolgt von glimmender Eiche und Asche – stets in der für Octomore typischen Balance. Eine salzige Note durchbreche die Süße und schaffe Klarheit, während Anklänge von Kokosnuss und dezente Eichenwürze für Tiefe sorgen sollen. Lang anhaltend und wandelnd. Die Süße weiche einer trockenen Mineralität, gefolgt von nachklingendem Torfrauch und warmer Glut. Maritime Salzigkeit und sanfte Röstaromen würden bestehen bleiben und eine kraftvolle, nachklingende Rauchigkeit hinterlassen, die die Eleganz des Single Malts unterstreiche.
Octomore Edition 17.2
Wie die Edition 17.1 basiert auch die Octomore Edition 17.2 auf schottischem Gerstenmalz mit einem Phenolgehalt von 81 ppm. Zunächst kam der Single Malt für vier Jahre Second-Fill-Californian-Red-Wine-Casks, die zwischenzeitlich Bourbon Whiskey beherbergten. Anschließend knüpfte noch ein einjähriges Finish in First-Fill-Port-Barriques an. Nach alles in allem fünf Jahres der Reifung brachte die Bruichladdich Distillery den Single Malt mit einem Alkoholgehalt von 59,5 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff in Flaschen. Was den Umfang der Limitierung anbelangt, hält man sich bedeckt.
Tasting-Notes
Die Tasting-Notes versprechen einen selbstbewussten Auftakt mit reifen roten Früchten und einer sanften, an Konfitüre erinnernden Süße, die an Beeren aus Spätlese-Ernten und Steinobstaufstrich denken lasse. Noten von Himbeer- und Johannisbeerkonfitüre sowie florale Anklänge, die an Türkischen Honig erinnern sollen, würden sich mit gerösteter Eiche sowie den würzigen Nuancen von Nelke und Anis vermählen. Der Rauch wirke trocken – eher wie Holzfeuer als phenolisch, vergleichbar mit glimmender Glut. Nuancen von Gerstenmehl, frischer Wäsche, Leder und einer küstenartigen Jodnote sollen Frische und Struktur verleihen, während sich im Glas eine wärmende Note von Kokos und Ingwer entfalte. Geschmeidig und viskos am Gaumen unmittelbar mit Noten in Wein pochierter Beeren und gewürzter Früchte. Auf Erdbeere, Brombeere und Cassis sollen Aromen von Gerstenzucker und dunkler Sirupsüße folgen. Zunehmend mache sich Torfrauch bemerkbar – pfeffrig und erdig -, begleitet von Zitronenschale und Limettenölen, die den Gaumen beleben würden. Eichentannine und eine sanfte Wärme sollen Tiefe und Ausgewogenheit verleihen. Lang anhaltend und opulent. Noten von Rosinen, gerösteter Eiche und süßem Malz gehen den Angaben nach allmählich in trockene, maritime Salzigkeit und Röstaromen über. Während die Fruchtnoten in den Hintergrund treten sollen, bleibe der unverwechselbare Octomore-Charakter bestehen – anhaltender Torfrauch und sanfte Würze sollen unwiderstehlich nachklingen.
Octomore Edition 17.3
Typisch für die Editions .3 verarbeitete die Bruichladdich Distillery auch für die Octomore Edition 17.3 ausschließlich das Malz direkt auf Islay kultivierter Gerste. Konkret von „Irene‘s Field“ der Octomore Farm geerntet, sorgte man während des Mälzens für einen Phenolgehalt von 132,1 ppm. Reifen durfte der Single Malt über fünf Jahre in einer Kombination aus First-Fill-Bourbon-Barrels und Second-Fill-Casks, die zuvor Ribera del Duero, Sauternes, Eiswein und Syrah enthielten. Auf das Vatting folgte das Abfüllen mit einem Alkoholgehalt von 60,9 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Eine entstandene Flaschenzahl wird nicht kommuniziert.
„You don’t get a higher provenance whisky than this. We know the farmer, we know the field the barley was grown in, and we know this is going to be a dram that intrigues people with its peating level of 132.1 PPM“, erzählt Adam Hannett, Head Distiller der Bruichladdich Distillery. „For me, this is an elemental and expressive dram – powerful yet composed – weather-beaten, coastal and deeply satisfying.“
Tasting-Notes
Unmittelbar präsent in der Nase ist den Tasting-Notes zufolge der torfige Rauch der Küste – salzig, teerig und medizinisch, erinnernd an Gischt, Kohlenrauch und verwittertes Tauwerk. Wenn sich die phenolischen Noten legen, trete die Gerste deutlich hervor: warmes Malzgetreide, brauner Zucker und frisches Gerstenmehl. Zitronenschale und knackiges Obst aus dem Garten sollen für Lebendigkeit sorgen; grüne Äpfel, Birnen und Birnenbonbons würden sich zu sanfter Vanille und der Süße von Marzipan gesellen. Kräuternoten von Strandhafer und Wildblumen sollen Frische. Vollmundig und präsent in der Textur – viskos, schwer und pfeffrig. Süßes Eichenholz zeige sich in gesalzenem Karamell, geräuchertem Apfel und gerösteter Kokosnuss, denen sich rasch Praline und Vanillecreme anschließen sollen. Dann trete der Torf hervor: erdig und tief verkohlt, hülle er den Gaumen in trockenen, aschigen Rauch. Zitrusöle und mineralische Salzigkeit steigen den Angab nach scharf durch den Rauch auf und erzeugen Spannung und Präzision. Mit der Zeit würden sich Destillat, Fass und Getreide zu einer Einheit verbinden – geräuchertes Malz, süße Gerste und Torf, verschmolzen zu einem vollen Ganzen. Lang, trocken und vollmundig. Malzige Süße, zarte florale Noten und Vanille sollen allmählich in erdigen Rauch und maritime Salzigkeit übergehen. Der Torf bleibe unendlich lange präsent – würzig, wärmend und unverkennbar Octomore.
Octomore Edition 17.4
Als Distillery Exclusive ist die Octomore Edition 17.4 konzipiert. Diesen Single Malt destillierte die Bruichladdich Distillery aus schottischem Gerstenmalz mit einem Phenolgehalt von 108,2 ppm. Die Hauptreifung ging in First-Fill-Oloroso-Sherry-Casks vonstatten, ergänzt von einem Finish in Virgin-French-Oak-Casks. Die Reifezeit dürfte ebenfalls rund fünf Jahre betragen. In der Flaschen angelangt, liegt das Alkoholvolumen bei 57,2 Prozent. Sowohl auf eine Kältefiltration als auch auf Farbstoff verzichtete man. Wie viele Flaschen auf den Markt kommen werden, ist nicht bekannt.
Im Eintreffen
Aktuell erreichen die Octomore Editions 17.1, 17.2 und 17.3 den deutschen Fachhandel. Die unverbindlichen Preisempfehlungen werden mit 159 Euro, 179 Euro respektive 225 Euro je 0,7-l-Flasche inklusive Geschenkhülle angegeben. Die Octomore Edition 17.4 wird ab dem 1. Oktober zunächst exklusiv über die Bruichladdich Distillery und ab dem 1. November dann auch im deutschen Fachhandel erhältlich sein. Als empfohlener Preis werden 215 Euro für die 0,7-l-Flasche samt Geschenkhülle aufgerufen.
„Octomore embodies Bruichladdich Distillery’s raison d’être – to create whiskies that are thought provoking, challenge industry norms and offer consumers something that they could not get anywhere else“, sagt Head Distiller Adam Hannett. „With 17 Series, we’ve pushed the boundaries once again. We’ve used traceable, super heavily peated barley from the Scottish mainland, and Islay, maturing each expression in a selection of incredible quality casks that includes bourbon, Sauternes, Port, Eiswein and Oloroso. The result is four distinct whiskies that are a fleeting snapshot of a specific harvest and cask selection and are therefore inherently scarce.“
Quelle: Rémy Cointreau / Reidemeister & Ulrichs









