Test: Tschin

Tschin ist ein Gin von Ruedi Käser aus seiner Brennerei Käsers-Schloss im schweizerischen Fricktal. Der Edelbrenner hat bei der Entwicklung der weitestgehend geheimen Rezeptur zwei regionale Zutaten einbezogen: der Wacholder – in der Schweiz auch Reckholder genannt – aus Fricktaler Wäldern und die Kirschblüten von nahen Obstgärten. Weiterhin zählen Waldmeister und eine ungewisse Anzahl exotischer Früchte und Gewürze aus aller Welt zur Rezeptur. Auf die Mazeration in neutralem Getreidealkohol sowie die langsam ablaufende Destillation folgt eine kurze Fassreifung. Mit der Abfüllung in Flaschen verfügt der hellblonde Gin über einen Alkoholgehalt von 40 Prozent. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Tschin-Übersichtsseite zu finden.

Tschin Glas und Flasche
Tschin

Optik / Flasche

Standardmäßig erreicht der Tschin in einer 0,5-l-Apothekerflasche aus Weißglas den Konsumenten. Der kompakte, zylindrische Körper geht in einen kurzen Hals mit breiter Lippe über. Verschlossen wird die Flasche von einem Naturkorken, der vor der ersten Öffnung mit Garn und Wachs versiegelt ist.
Einen gänzlich untypischen Weg geht die Brennerei bei der Gestaltung der Etikettierung. Das einerseits einfache, andererseits künstlerische Design beschränkt sich auf ein mittelgroßes Label auf der Vorderseite. Auf weißem Büttenpapier befinden sich der händisch notierte Markenname in schwarzen Druckbuchstaben und sechs grob aufgetragene Farbflecken. Informationen zum Gin sind nicht zu finden.

Galerie
Tschin Vorderseite
Vorderseite
Tschin Verschluss
Verschluss
Tschin Hals
Hals

Geruch / Geschmack

Der Duft des Tschin ist weich, floral und frisch. Im Mittelpunkt stehen die kräftigen Aromen von Wacholder, Kirschblüten und Waldmeister, begleitet von leicht würzig-spritzigen Noten von Orangen.
Im Mund ist der Gin kraftvoll und nur punktuell scharf. Ausgesprochen ausgewogen treffen Waldmeister, Kirschblüten und würzige Orangen aufeinander. Der Wacholder bleibt im Hintergrund und zeigt sich gelegentlich zusammen mit erdigen Noten.
Das milde Finish wird von Waldmeister und Kirschblüten bestimmt. Recht lang bleibt der Gin etwas trocken und feinwürzig zurück.

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Empfohlene Trinkweise

In erster Linie lädt der Tschin zum Mixen von Longdrinks und Cocktails wie einem „Gin Tonic“, einem „Gin Fizz“ oder einem „Martini“ ein. Ferner kann der Gin auch pur aus Eiswürfeln oder leicht gekühlt genossen werden.

Fazit

4,0

Tschin Wertung
Im Jahr 2014 hat sich die Brennerei Käsers-Schloss mit dem Tschin auf den Gin-Markt begeben. Kraftvoll und harmonisch erreichen die durchaus besonderen Botanicals die Zunge, während der klassische Wacholder in zweiter Reihe mitspielt. Genießen lässt sich der Gin als Cocktail oder Longdrink genauso wie pur on the rocks beziehungsweise leicht gekühlt. Die Flasche verlockt mit einem künstlerischen Etikett, das zugleich das Handwerk betont. Trotz allem ist der Preis des Tschin nicht ohne. Die 0,5-l-Flasche ist für satte 40 Euro zu haben.

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