Test: Île Four Junmai

Mit dem Île Four Junmai ermöglicht das deutsche Unternehmen Spyglass Trading Europe nach eigenen Angaben den Einstieg in das gehobene Sake-Segment. Der Sake der Qualitätsstufe „Junmai“ entsteht in Japan aus zu mindestens 30 Prozent ihres Volumens wegpolierten Reiskörnern, Wasser, Hefe und dem Edelschimmel Koji. Letzterer sorgt für die Umwandlung der im Reis enthaltenen Stärke in Zucker. Der weitere Herstellungsprozess ähnelt in Zügen der Bierherstellung, bei dem auch die Qualität des Wassers eine wichtige Rolle spielt. Am Ende der mit der Zugabe des Schimmels und der Hefe eingeleiteten Fermentation erfährt der Sake eine Filtration und eine mindestens sechsmonatige Ruhephase zur Harmonisierung. Danach erfolgt die Flaschenabfüllung mit einem durch Wasser eingestelltes Alkoholvolumen von 15,5 Prozent. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Île-Four-Übersichtsseite zu finden.

Île Four Junmai Glas und Flasche
Île Four Junmai

Optik / Flasche

Angeboten wird der hellblonde Île Four Junmai in einer Weinflasche aus mattem, dunklem Grünglas. Der bauchige, mit einem sicheren Stand ausgestattete Körper geht in einen langgestreckten Hals über.
Als Verschluss dient ein Schraubmechanismus aus schwarz lackiertem Metall, der nach dem ersten Öffnen eine nur mäßige Dichtigkeit aufweist.
Das aufgeräumte Hauptlabel verbindet die Farben Schwarz und Grau. Im Zentrum befindet sich der graue Markenschriftzug. Darunter ist die Qualitätsstufe „Junmai“ abgebildet.
Auf der Rückseite führt das Etikett eine kurze Erläuterung zu den Zutaten eines Sake und empfohlene Trinkweisen auf.

Galerie
Île Four Junmai Vorderseite
Vorderseite
Île Four Junmai Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Île Four Junmai Rückseite
Rückseite
Île Four Junmai Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Île Four Junmai Verschluss
Verschluss
Île Four Junmai Hals
Hals

Geruch / Geschmack

In der Nase ist der Île Four Junmai zunächst etwas zitrisch, bis eine recht aufdringliche Note nach überreifen Früchten dominiert. Begleitend treten die Anklänge von Trockenfrüchten, Sherry und etwas Hefe auf.
Den trockenen Geschmack prägen die kraftvollen Aromen von Sherry, Zitrus sowie überreifen Früchten wie Pfirsich und Banane. Hinzukommt eine geringe Säure.
Der Abgang erweist sich als mild und recht fein, aber mit wenig Kraft.

Empfohlene Trinkweise

Wem das von überreifen Früchten dominierte Geschmacksprofil des Île Four Junmai zusagt, sollte den Sake bei Zimmertemperatur oder gekühlt genießen.
Darüber hinaus lässt sich der Sake in Cocktails unterbringen. Seitens Spyglass Trading Europe werden die Kreationen „Frog“ und „Nashi Bowle“ empfohlen.

Frog
Bild: ilefour.com
„Frog“
Nashi Bowle
Bild: ilefour.com
„Nashi Bowle“

Fazit

2,0

Île Four Junmai Wertung
Beim Île Four Junmai handelt es sich um die niedrigste Sake-Qualität der vom deutschen Unternehmen Spyglass Trading Europe ins Leben gerufenen Marke Île Four. In einer Produktionsstätte in Japan werden die durch Polierens um mindestens 30 Prozent ihres Volumens reduzierte Reiskörner verarbeitet. Das Resultat ist interessant und durchaus gewöhnungsbedürftig. Im Vordergrund stehen überreife Früchte, deren intensiver Geruch und Geschmack wohl nicht jedem angenehm erscheinen. Ebenso wenig punkten kann der geschmacksarme Nachklang. Der Mehrheit der Genießer sollte in erster Linie der Genuss in Form eines Cocktails zusagen. Das Design der Flasche steht zwischen modern und traditionell, mit einem sehr schlichten Label. Für einen passablen Preis von knapp 17 Euro wechselt die 0,72-l-Flasche des Île Four Junmai den Besitzer.

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