Drei Varianten: Bruichladdich Distillery enthüllt zwölfte Octomore Edition

Am morgigen 1. Oktober wird die zwölfte Octomore Edition gelauncht. Die Bruichladdich Distillery auf der schottischen Insel Islay hält wieder drei Varianten des experimentell stark getorften Single Malt Whiskys bereit. Das Hauptaugenmerk liegt wie gewohnt auf der Octomore Edition 12.1. Dieser wurde im Jahr 2015 aus schottischer Concerto-Gerste destilliert, die im Zuge des Mälzens einen sehr hohen Phenolgehalt von 130,8 ppm erhielt. Fünf Jahre dauerte die anschließende Reifung in First-Fill-American-Whiskeyfässern an. Abgefüllt wurde mit einem Alkoholvolumen von 59,9 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Die offiziellen Tasting-Notes beschreiben den Geruch mit erfrischende Zitruszesten, gepaart mit erdigem Torfrauch, Vanillekuchen und süßem Malzzucker. Gefolgt von Kokos, Schokolade, noch mehr Vanille und Karamell, bis das ganze Ensemble in einem Duft ende, der an Asche, Torfrauchschwaden und Honig erinnern soll. Der Geschmack sei pfeffrig-süß mit einer sirupartigen Textur. Der Geschmack lasse an Honig, Torfrauch, brennende Holzchips und Aprikosenmarmelade denken. Der nächste Schluck eröffne Aromen von Malzzucker, Stroh, Heidekraut und süßem Nougat. Am Gaumen würden mineralisch-maritime Noten, trocken-erdiger Torfrauch sowie ein Hauch von Orangenzeste und Birnenbonbons bleiben. Das langanhaltende Finale sei durch Noten von salzigem Karamell sowie floralen bzw. krautigen Nuancen (Heckenrose und Schlüsselblume) geprägt, um zum Schluss in einer eleganten Woge aus intensivem Torfrauch zu enden.

Octomore Edition 12.1
Bild: Reidemeister & Ulrichs

Im Fall der Octomore Edition 12.2 erfolgte die Destillation ebenfalls im Jahr 2015 auf Grundlage schottischer Concerto-Gerste, deren Malz über einen sehr hohen Phenolgehalt von 129,7 ppm verfügte. Die Reifung fand bis in das Jahr 2019 zu gleichen Teilen in First- und Second-Fill-American-Whiskeyfässern statt. Darauf folgte ein 18-monatiges Finish in First-Fill-Sauternes-Süßweinfässern. Nach insgesamt fünfjähriger Reifezeit wurde mit einem Alkoholvolumen von 57,3 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff abgefüllt. Die offizielle Verkostungsnotiz spricht hinsichtlich des Geruchs von Melone, Honig und geräucherten Mandeln – eine wunderbare Note, die mit der Zeit in getoastete Eiche und erdig-trockenen Rauch übergehen soll. Der Duft erinnere an Orangenzeste, Pfirsich und saftige Zitrone. Die malzige Süße unterstreiche Noten von Dörrapfel und Birnenbonbons. Den Abschluss mache ein phenolisch-ätherisches Zusammenspiel von Pinienharz und Torfrauch. Im Mund verführerisch weich und fruchtig süß mit Zitrone, Vanille, saftiger Melone und Orangenblüten. Der zweite Schluck bringe die durch die französischen Süßweinfässer geprägte Struktur zum Vorschein. Karamell, Kuchengewürze, sirupgetränktes Obst und eine gewisse Trockenheit, die eine Brücke zwischen Rauch und malziger Süße schlagen soll. Im Nachklang salzige Zitrusnoten und ein wenig Rauch, der nach und nach an Volumen zunehme und am Ende den gesamten Gaumen dominiere. Auch hier zeige sich die wahre DNA eines klassischen Octomore.

Octomore Edition 12.2
Bild: Reidemeister & Ulrichs

Für die Octomore Edition 12.3 wurde ausschließlich die Concerto-Gerste der eigenen Octomore Farm auf Islay verarbeitet. Destilliert wurde das einen sehr hohen Phenolgehalt von 118,1 ppm aufweisende Malz im Jahr 2015. Die fünfjährige Reifung fand aufgeteilt in zwei sogenannte Parcels statt. Drei Viertel reiften in First-Fill-American-Whiskeyfässern, während ein Viertel in First-Fill-Pedro-Ximénez-Sherryfässern der Bodega Fernando de Castilla ruhte. Nach der Vermählung geschah das Abfüllen in Flaschen mit einem Alkoholgehalt von 62,1 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Die Rede ist von einem wunderbar komplexen Duft von Kirschen, Feigen und Rosinen mit etwas Holzkohle, Schuhcreme und leichtem Rauch. Filigrane Zitrus- und Honignoten sowie florale Nuancen, die an Heckenrose und Orangenblüten erinnern sollen. Danach etwas dunkles Toffee, Milchschokolade und die Vanille des Holzfasses. Den Abschluss bilde eine Kombination aus geräuchertem Getreide, Seetang, Leinöl und Tabak. Geschmacklich ein spannendes Zusammenspiel von pfeffriger Kapuzinerkresse, dunkler Schokolade, erdigem Torfrauch und typischen Sherry-Fruchtnoten, wobei Letztere klar dominieren sollen. Mit etwas Zeit würden der Malzzucker und die ausgebrannten Fässer zum Tragen kommen und die intensiven Toffee- und Tabakaromen unterstreichen. Den Schluss mache süßes Gebäck und ein dunkler, erdiger Torfrauch. Im Nachhall Holzkohle, Ruß und getrocknete Feigen mit Salzzitronen und feiner Bitterschokolade.

Octomore Edition 12.3
Bild: Reidemeister & Ulrichs

In wenigen Tagen gelangt die dreiteilige Octomore Edition 12 in den gut sortierten Fachhandel. Hinsichtlich der Limitierung ist lediglich von „solange der Vorrat reicht“ die Rede. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei 139,99 Euro für die 0,7-l-Flasche der Octomore Edition 12.1, bei 159,99 Euro für die 0,7-l-Flasche der Octomore Edition 12.2 und bei 189,99 Euro für die 0,7-l-Flasche der Octomore Edition 12.3. Jede Flasche kommt mit einer Geschenkhülle daher.

Quelle: Reidemeister & Ulrichs

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Octomore Edition 12.1 (1 x 0,7 l)
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