Test: Schladerer Vincent Aperitif

Im August 2019 kam der Schladerer Vincent Aperitif auf den Markt. Damit lancierte die Schladerer Hausbrennerei einen im Zeichen des Aperitif-Kults stehenden Bitterlikör, den es in ähnlicher Form bereits Anfang des Jahrtausend gegeben haben soll. Für ihre Neuauflage vereint die Brennerei in Staufen im Süden des Schwarzwalds in Baden-Württemberg selbst angelegte Kräuter- und Beerenmazerate unter anderem von Enzianwurzel und Schinusbeere – besser bekannt als Rosa Pfeffer – mit einem hauseigenen Destillat frischer Waldhimbeeren. Das Abfüllen in Flaschen erfolgt mit einem Alkoholvolumen von 18 Prozent. Wie umfangreich die Süßung ausfällt, gibt die Brennerei nicht preis. Alle Inhaltsstoffe sollen natürlichen Ursprungs sein. Wie genau der Farbton zustande kommt, ist nicht bekannt. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Schladerer-Übersichtsseite zu finden.

Schladerer Vincent Aperitif Glas und Flasche
Schladerer Vincent Aperitif

Optik / Flasche

Abgefüllt wird der kräftig rote Schladerer Vincent Aperitif in eine hohe und zugleich schlanke Weißglasflasche, die Merkmale des viktorianischen Stils aufweist. Markant ist der etwas breiter ausfallende Boden, von dem aus der von zahlreichen Facetten geprägte Körper verjüngend nach oben führt. Auf lang gezogene Schultern folgt ein noch mittellanger und recht breiter Hals.
Als Verschluss kommt ein Drehmechanismus aus bläulich grau eingefärbtem Metall zum Einsatz. Darauf abgebildet wird das weiß gehaltene Wappen von Schladerer. Die angrenzende Banderole ziert mehrfach der teils weiße und teils kupferfarbene Markenschriftzug.
Das mittelgroße Hauptlabel ist in einen kühlen Sandfarbton getaucht. Im Vordergrund steht der dunkelblaue Markenschriftzug mit kupferfarbenen Akzenten, während im Hintergrund grüne Palmblätter abgebildet werden. Ferner ist der diskret positionierte Name Schladerer nebst einer Produktbeschreibung zu erkennen.
Optisch ähnelt das Rücketikett stark dem Hauptlabel. Abgebildet wird zentral die Rezeptur eines „Vincent Spritz“.

Galerie
Schladerer Vincent Aperitif Vorderseite
Vorderseite
Schladerer Vincent Aperitif Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Schladerer Vincent Aperitif Rückseite
Rückseite
Schladerer Vincent Aperitif Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Schladerer Vincent Aperitif Verschluss
Verschluss
Schladerer Vincent Aperitif Hals
Hals

Geruch / Geschmack

In der Nase überwiegt beim Schladerer Vincent Aperitif die Süße gegenüber der Bitternote. Auf Noten sehr reifer Himbeere, einem Touch Kirsche, etwas Orange und Honig folgen herb-würzige Schinusbeere, Liebstöckel und ein Hauch Enzian.
Geschmacklich wechselnd bitter und süß kommen die ausgeprägten Aromen einerseits von Chinarinde, Enzian, Liebstöckel und Schinusbeere sowie andererseits von Himbeere, Kirsche, Honig und etwas Grapefruit zur Geltung.
Der ziemlich lange Nachhall erweist sich erst als etwas schwerfällig süß, dann bitter. Es bleiben die kräftigen Noten von Himbeere, Chinarinde, Schinusbeere und Enzian zurück.

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Empfohlene Trinkweise

Nur bedingt pur, aber dafür in Form von Drinks bietet sich der Genuss des Schladerer Vincent Aperitifs an. Zu den naheliegendsten Mixideen zählen der „Vincent Spritz“ mit Sekt und Soda Water sowie der „Vincent Tonic“ mit Tonic Water. Denkbar ist auch ein „Negroni“.

Fazit

2,0

Schladerer Vincent Aperitif Wertung
Der Schladerer Vincent Aperitif ist der Versuch der im baden-württembergischen Staufen beheimateten Schladerer Hausbrennerei, mit einem modernen Bitterlikör zu punkten. Was die Brennerei abliefert, besitzt eine sehr interessante, aber auch unharmonische Aromatik mit teils schwerfälliger Süße. Wem die Komposition allerdings zusagt, kann sich über eine ordentliche Komplexität und beachtliche Intensität auf der Habenseite freuen. Zudem fällt der Abgang überdurchschnittlich lang aus. Empfehlenswert ist der Genuss weniger pur, sondern vielmehr in Form von Drinks. Das Flaschendesign überzeugt hinsichtlich der Qualität, während die Optik relativ überholt wirkt. Preislich schlägt die 0,7-l-Flasche des Schladerer Vincent Aperitifs mit passablen 15 Euro zu Buche.

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