Test: Peat’s Beast

Im Jahr 2011 wurde der Peat’s Beast von der im englischen Hereford ansässigen Fox Fitzgerald Whisky Trading Company lanciert. Der unabhängige Abfüller bezieht für diese dauerhaft verfügbare Abfüllung einen als stark getorft beschriebenen Single Malt Whisky einer nicht genannten Brennerei in Schottland. Mit der Herkunft werden auch die Merkmale der Fassreifung inklusive Reifezeit verschwiegen. Abgefüllt wird mit einem Alkoholvolumen von 46 Prozent und ohne Kältefiltration. Eine offizielle Angabe bezüglich der Zugabe von Farbstoff gibt es nicht. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Peat’s-Beast-Übersichtsseite zu finden.

Peat's Beast Glas und Flasche
Peat’s Beast

Optik / Flasche

Angeboten wird der klar-goldfarbene Peat’s Beast in einer recht herkömmlichen Weißglasflasche. Der hohe, zylindrische Körper gewährt ein ansprechendes Handling, während der kreisrunde Boden einen passablen Stand ermöglicht. Die rundlichen Schultern führen zu einem mittellangen und leicht bauchigen Hals, den eine schwarze Banderole umringt.
Beim Verschluss handelt es sich um einen Naturkorken, eingelassen in eine schwarze Kunststoffkappe.
Auf der Vorderseite befindet sich in erster Linie ein großes Etikett in Weiß, dessen linker Rand in Anspielung auf die Rauchigkeit des Whiskys leicht angeflammt ist. Im Mittelpunkt des Labels steht das schwarz-weiße Abbild einer fiktiv mystischen Bestie – dem „Peat’s Beast“, dargestellt durch Fässer und Rauchschwaden – auf dem Beutezug nach Torf. Darunter fällt der Blick auf den schwarzen Markennamen in zwei verschiedenen Schriftarten.
Ein eher kleines, quadratisches Etikett ziert die Rückseite. Darauf gibt der Abfüller eine kurze Beschreibung des Whiskys wieder.

Die schwarz-weiße Geschenkhülle, in der die Flasche des Peat’s Beast daher kommt, fällt dank einer festen Pappröhre und metallenem Deckel sowie Boden äußerst stabil aus. Die Optik der Verpackung prägen Designelemente der Etiketten. Zu sehen sind die Bestie und der Markenschriftzug. Ferner werden die offiziellen Tasting-Notes abgebildet.

Galerie
Peat's Beast Vorderseite
Vorderseite
Peat's Beast Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Peat's Beast Rückseite
Rückseite
Peat's Beast Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Peat's Beast Verschluss
Verschluss
Peat's Beast Hals
Hals
Peat's Beast Verpackung und Flasche
Verpackung

Geruch / Geschmack

Die Nase erreicht der Peat’s Beast eher mild mit zunächst süßlichen Noten von Vanille, Malz und Honig, ehe recht viel Torfrauch in den Vordergrund stoßen. Begleitend zeigen sich ein Hauch Leder und wenig Salz. Außerdem offenbart der Geruch die fruchtigen Nuancen von Birne und Apfel sowie einen leicht herben Ton von Kakao.
Geschmacklich startet der Whisky mit den mittelkräftigen Aromen von Salz und Torfrauch, gepaart mit einer Süße von Malz, Vanille, etwas Karamell und Honig. Ferner lassen süßliche Schokolade und fruchtige Birne erkennen. Punktuell vernimmt der Mund eine leichte Schärfe.
Mittellang, etwas schwach und wenig ölig klingt der Whisky nach. Neben den Noten von Torfrauch und wenig Salz prägen süßliche Nuancen von Vanille, Malz, Karamell und Schokolade den Abgang.

In Verbindung mit wenigen Tropfen stillen Wassers lässt der Torfrauch in der Nase merklich nach. Nun in erster Linie süßlich stößt eine frische Fruchtnote von Aprikose hinzu.
Im Mund wird der Whisky merklich milder mit weniger Torfrauch. Jedoch erscheint das gesamte Geschmacksprofil leicht verwaschen.
Der Nachhall fällt sehr ähnlich aus.

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Empfohlene Trinkweise

Den Peat’s Beast können Freunde von Torfrauch bedenkenlos pur und bei Zimmertemperatur genießen. Eine Kühlung oder die Hinzugabe von Eiswürfeln verhindert hingegen die freie Entfaltung der Aromen. Die Kombination mit wenigen Tropfen stillen Wassers mildert den Torfrauch herab, nimmt dem Whisky aber auch allgemein an Kraft.
Wer lieber Drinks mag, kann den Whisky in Form eines „Whisky Sour“, eines „Rob Roy“ oder eines „Old Fashioned“ genießen.

Fazit

4,0

Peat's Beast Wertung
Der Peat’s Beast ist ein schottischer Single Malt Whisky voller Geheimnisse, denn der Abfüller verschweigt nahezu alle Merkmale. Außerdem handelt es sich bei „Peat’s Beast“ um eine fiktiv mystische Bestie, die in schottischen Dörfern auf der Suche nach Torf gesehen worden sein soll. Wer die nicht vorhandenen Infos außer Acht lässt und sich voll auf seine Sinne verlässt, entdeckt einen leicht zugänglichen Whisky mit einem ansprechenden Geschmacksprofil nach Torfrauch, Süße und etwas Frucht. Die Intensität liegt auf mittlerem Niveau, ebenso auch die Komplexität. Punkten kann die weitreichende Milde. Den Whisky genießt man pur bei Zimmertemperatur oder in Form von Drinks. Das Design der Flasche ist schlicht und zurückhaltend, besitzt jedoch praktische Vorzüge und durch das „Peat’s Beast“ einen klaren Wiedererkennungswert. Am Ende gefällt der Peat’s Beast vor allem in Anbetracht des Preises: die 0,7-l-Flasche inklusive Geschenkhülle wechselt für günstige 32 Euro den Besitzer.

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