Test: Cockney’s Gin

Der Grundstein für das Revival des Cockney’s Gins wurde im Jahr 2013 bei einem Treffen von Luc Waterschoot mit Jan Maarten Willems, Tom Heeremans und Roel Corthals gelegt. Die Partner wirkten circa ein Jahr lang zusammen mit ausgewählten Destillateuren an der Neuauflage des belgischen Gins, dessen Rezeptur aus dem Jahr 1838 stammen und die freundschaftliche Verbundenheit Belgiens und Englands symbolisieren soll. Denn genau in dem Jahr gründete ein Londoner Händler eine Brennerei für Gin im belgischen Gent. Waterschoot übernahm im Jahr 1989 als einstiger Mitarbeiter die Brennerei und kam so in den Besitz der Rezeptur und der Namensrechte des nicht mehr angebotenen Cockney’s Gins. Den neu aufgelegten Gin zeichnen nun 18 und nicht mehr nur drei Botanicals aus. Zu den Hauptzutaten zählen Wacholder, Koriander, Angelikawurzel, Kreuzkümmel, Paradieskörner, Grapefruit, Bitterorangen und die asiatischen Zitrusfrucht Yuzu. Weitere Merkmale der in Gent in der Cockney’s Distillery erfolgenden Herstellung sind offiziell nicht bekannt. Vor der Flaschenabfüllung erhält der Gin eine Trinkstärke von 44,2 Prozent. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Cockney’s-Übersichtsseite zu finden.

Cockney's Gin Glas und Flasche
Cockney’s Gin

Optik / Flasche

Die Optik des Cockney’s Gins prägt eine smaragdgrüne Glasflasche. Zur Form zählen ein dicker und recht standsicherer Boden, ein zylindrischer Körper und rundliche Kanten sowie Schultern. Das Handling fällt sehr angenehm aus. Den mittellangen, breiten Hals verschließt ein solider Kunstkorken, befestigt an einer hellen Holzkappe. Diese ziert eine Nummer – eventuell die Flaschennummer – und eine grüne Glocke, welche auf die Namensgebung des Gins durch den Londoner Händler im Jahr 1838 verweist. Denn „Cockney“ ist eine Bezeichnung für diejenigen, die in London in einem Umkreis um die Kirche St. Mary-le-Bow geboren wurden, in dem man ihre Glocken hören kann.
Auch der weiße Aufdruck der Vorderseite zeigt eine kleine Glocke. Jedoch steht der Markenschriftzug im Mittelpunkt, umrahmt von mehreren Schriftbändern unter anderem mit dem Geburtsjahr der Rezeptur.
Auf der Rückseite erwähnt ein Text die Ursprünge dieses Gins und die Verbindung zwischen Belgien und London. Weiterhin findet man den Markenschriftzug sowie die wiederkehrende Glocke vor.

Galerie
Cockney's Gin Vorderseite
Vorderseite
Cockney's Gin Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Cockney's Gin Rückseite
Rückseite
Cockney's Gin Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Cockney's Gin Verschluss
Verschluss
Cockney's Gin Hals
Hals

Geruch / Geschmack

Mit sehr filigranen und frischen Nuancen der Zitrusfrüchte – besonders Yuzu und Grapefruit – dringt der Cockney’s Gin in die Nase. Eher untergeordnet treten die Noten von Wacholder, Koriander und Angelikawurzel auf, welche die Zitrusfrische leicht würzig und erdig sowie mit einer leichten Süße umrahmen. Eine leichte Schärfe sorgt für eine angenehme Intensität.
Auch den Geschmack bestimmt eine nicht unerhebliche Kraft. Reichlich Koriander, eine feine Süße und eine etwas verflochtene Zitrusfrische treffen im Mund auf erdige Bitternoten, Wacholder und Angelikawurzel. Hinten am Gaumen entwickelt sich neben dem weiterhin sehr präsenten Aroma von Koriander eine noch feine Schärfe nach Pfeffer und Ingwer.
Das Finish ist recht lang und geprägt von Koriander, etwas Zitrus sowie einer leicht würzigen Schärfe, mit Zügen von Ingwer.

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Empfohlene Trinkweise

Allem voran steht der Genuss des Cockney’s Gins als Longdrink oder Cocktail. Größte Verbreitung genießt der „Gin Tonic“, gefolgt von den Drinks „Gin Fizz“ und „Martini“.
Wer mit viel Koriander auskommt, kann den Gin auch pur bei leichter Kühlung beziehungsweise mit Eiswürfeln genießen.

Fazit

4,0

Cockney's Gin Wertung
Für den Cockney’s Gin wurde eine alte belgische Rezeptur wiederbelebt. Dabei haben die Verantwortlichen einige Botanicals hinzugefügt und die Komposition weitreichend modernisiert. Die gebotene Aromatik konzentriert sich auf Koriander und besonders auch auf Zitrus, ansprechend verflochten und von Wacholder und Co begleitet. Sowohl Geruch als auch Geschmack bieten eine deutliche Intensität und zugleich eine recht ansprechende Subtilität, während eine noch passable Schärfe vernommen werden kann. Neben den üblichen Drinks empfiehlt sich durchaus auch der Purgenuss. Das Design der Flasche punktet mit auffälliger Farbe, handliche Form und hoher Qualität. Zu haben ist die 0,7-l-Flasche des Cockney’s Gins für passable 40 Euro.

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