Seit Ende 2024 ergänzt die „The Master’s Anthology“ die Core Range der The Glendronach Distillery. Mit darunter: der The Glendronach Ode to the Embers. Dieser von Dr. Rachel Barrie, Master Blenderin der Brennerei in den schottischen Highlands, entwickelte Single Malt Scotch Whisky wird innerhalb eines begrenzten Zeitraums im Jahr aus getorften Gerstenmalz gewonnen – inoffiziellen Angaben zufolge liegt der Phenolgehalt bei 25 ppm. Das Wasser stammt aus dem nahen Dronac Burn. Auf die zweifache Destillation auf Kupferbrennblasen folgt eine Reifung sowohl in Ex-Oloroso- als auch in Ex-Pedro-Ximénez-Sherry-Casks. Eine Altersangabe existiert nicht. Das Abfüllen wird mit einem Alkoholgehalt von 48,4 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff vorgenommen. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der The-Glendronach-Übersichtsseite zu finden.

Optik / Flasche
Zu haben ist der kupferfarbene The Glendronach Ode to the Embers in einer hohen Weißglasflasche. Der hohe, zylindrische Körper verjüngt sich leicht zum Sockel hin. Am anderen Ende führen rundliche Schultern zu einem langen, leicht bauchigen Hals. Den Hals umgeben Teile einer Schrumpfkapsel in Rot.
Als Verschluss findet man einen Naturkorken vor, der an einem dunklen Holzgriff befestigt ist. In den Griff eingraviert ist das zentral die verschlungenen Initialen „G“ und „D“ zeigende Logo von The Glendronach.
Erneut trifft man das Logo als Reliefprägung nach vorne gerichtet auf der Höhe der Schultern an. Im Zentrum steht das mittelgroße Hauptlabel in Rot. Darauf abgedruckt sind unter anderem der Markenname, der Hinweis auf die Reifung und die Signatur von Master Blenderin Rachel Barrie in Weiß. Links und rechts schmücken Darstellungen von Pflanzen das Etikett. Knapp oberhalb des Sockels ist das Gründungsjahr 1826 als Reliefschrift angebracht.
Das etwas kleinere Rücketikett ziert eine knappe Beschreibung des Single Malts.
Die Geschenkverpackung aus Pappe, weist Elemente des Etikettendesigns auf. Zusätzlich liefert die Rückseite einige weitere Angaben zu Single Malt und dessen offiziellen Tasting-Notes.





Geruch / Geschmack
Vorne weg in der Nase Karamell mit Zimt, umgehend gefolgt von einem leichten Torfrauch, warm mit etwas Leder. Erneut eine Süße nach Vanille, Honig, Bratapfel und ein paar Trockenfrüchten, ergänzt von kandierter Orange. Weiter etwas nussig und ein Hauch mineralisch. Wenig Eichenholz. Insgesamt ein stimmige Kraftentfaltung.
Im Mund zunächst Karamell, Zimt und leichte Mineralien. Dann wieder leichter Torfrauch, eher warm mit süßlicher Malzigkeit und Leder. Im weiteren Verlauf Honig, Bratapfel und ein paar Trockenfrüchte, ergänzt von kandierter Orange. Zudem steigt eine leichte Eichenwürze auf. Zwischenzeitlich entwickelt das volle Mundgefühl eine schokoladige Textur.
Der Nachhall ist süßlich nach Karamell, dazu Zimt und Mineralien sowie ein leichter Torfrauch. Mittellang bis lang, noch recht voll und wärmend.
Kombiniert man den The Glendronach Ode to the Embers mit wenigen Tropfen stillen Wassers bleibt der Geruch weiterhin spannend – eine gute Balance zwischen Süße, Rauch und Mineralien.
Geschmack fällt etwas ruppiger aus, die Würze gewinnt.
Auch der Abgang ist pfeffriger und zudem merklich kürzer.
Empfohlene Trinkweise
Klar empfehlenswert ist der Purgenuss des The Glendronach Ode to the Embers bei Zimmertemperatur. Die Option, wenige Tropfen stillen Wassers hinzuzugeben, nimmt dem Geschmacksprofil viel und steigert vor allem die Würze.
Was das Mixen von Drinks anbelangt, kommen unter anderem der „Rob Roy“ und der „Old Fashioned“ in Betracht.
Fazit
Der The Glendronach Ode to the Embers stellt als getorfter Single Malt Scotch Whisky eine Ausnahme in dem sonst ungetorften Portfolio der The Glendronach Distillery in den schottischen Highlands dar. Wie sich herausstellt, harmoniert der eher leicht gehaltene Torfrauch sehr gut mit der typischen Sherry-Fassreifung von The Glendronach.
Die gebotene Aromatik wird von einer karamelligen Süße geprägt, welche auch die Würze und Mineralien prägt. Weiter ist auch eine üppige Fruchtigkeit vorhanden. Der Torfrauch ist eher leicht und verweilt im Hintergrund. Die Kraftentfaltung ist insgesamt stimmig und nie überbordend. Noch Steigerungspotenzial weist der Abgang auf. Im Vordergrund steht der Purgenuss bei Zimmertemperatur. Die in einer Geschenkverpackung daherkommende 0,7-l-Flasche, deren Design für The Glendronach typisch optisch ansprechend und qualitativ hochwertig ist, kann für einen fairen Preis von 56 Euro erworben werden.
Das Sample wurde uns von Brown-Forman Deutschland ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.
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