Mit dem Launch der „The Master’s Anthology“ als dauerhafte Ergänzung zur Core Range brachte die The Glendronach Distillery gegen Ende 2024 auch den The Glendronach Ode to the Valley auf den Markt. Dieser von Dr. Rachel Barrie, Master Blenderin der Brennerei in den schottischen Highlands, entwickelte Single Malt Scotch Whisky erfährt nach seiner zweifacher Destillation auf Kupferbrennblasen aus Gerstenmalz und dem Wasser des nahen Dronac Burn eine Reifung in einer Kombination aus Ex-Sherry- und Ex-Port-Casks – letztere sind eine Ausnahme für die sonst von Vollreifungen in Ex-Sherry-Casks geprägten The Glendronach Single Malts. Was die Dauer der Reifung anbelangt, hält man sich bedeckt. Abgefüllt wird mit einem Alkoholgehalt von 46,2 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der The-Glendronach-Übersichtsseite zu finden.

Optik / Flasche
Daher kommt der rötlich-bernsteinfarbene The Glendronach Ode to the Valley in einer hohen Weißglasflasche. Der hohe, zylindrische Körper verjüngt sich leicht zum Sockel hin. Am anderen Ende führen rundliche Schultern zu einem langen, leicht bauchigen Hals. Den Hals umgeben Teile einer Schrumpfkapsel in Türkis.
Verschlossen wird die Flasche von einem Naturkorken, der an einem dunklen Holzgriff befestigt ist. In den Griff eingraviert ist das zentral die verschlungenen Initialen „G“ und „D“ zeigende Logo von The Glendronach.
Erneut trifft man das Logo als Reliefprägung nach vorne gerichtet auf der Höhe der Schultern an. Im Zentrum steht das mittelgroße Hauptlabel in Türkis. Darauf abgedruckt sind unter anderem der Markenname, der Hinweis auf die Reifung und die Signatur von Master Blenderin Rachel Barrie in Weiß. Links und rechts schmücken Darstellungen von Pflanzen und Tieren das Etikett. Knapp oberhalb des Sockels ist das Gründungsjahr 1826 als Reliefschrift angebracht.
Das etwas kleinere Rücketikett ziert eine knappe Beschreibung des Single Malts.
Die Geschenkverpackung aus Pappe, weist Elemente des Etikettendesigns auf. Zusätzlich liefert die Rückseite einige weitere Angaben zu Single Malt und dessen offiziellen Tasting-Notes.





Geruch / Geschmack
Der Geruch startet süßlich nach roten Beeren und dunkler Schokolade, dazu Honig, Karamell und Trockenfrüchten wie Feigen. Im Hintergrund entwickelt sich eine ordentliche Portion Tannine mit Intensität, Eichen- sowie Pfefferwürze und viel Wärme.
Geschmacklich erweist sich der Single Malt als angenehm kraftvoll mit roten Beeren, dunkler Schokolade, Honig, Karamell und Trockenfrüchten. Außerdem reichlich Eichenwürze mit Tanninen, Pfefferwürze und viel Wärme sowie vollem Mundgefühl. Mitunter schwingt ein Hauch Rauch mit.
Der Abgang ist wiederum recht weich. Milder Pfeffer, etwas Eichenwürze plus ein Touch Rauch. Voll und ölig. Noch einmal rote Beeren und Karamell. Alles in allem mittellang bis lang.
Mit wenigen Tropfen stillen Wassers zeigt der Geruch mehr Honigsüße, dafür weniger Würze.
Der Geschmack fällt nun ziemlich rund aus. Eine abgemilderte Würze und eine feine Balance – alles recht gut verwoben. Weiterhin vollmundig und viskos.
Im Nachhall jetzt weich, voll und cremig. Angenehm ausbalanciert zwischen Süße und Würze.
Empfohlene Trinkweise
In erster Linie richtet sich der The Glendronach Ode to the Valley an den Puristen. Nicht uninteressant ist die Kombination mit wenigen Tropfen stillen Wassers, was für eine Abmilderung der Würze und eine gewisse Harmonisierung sorgt.
Hinsichtlich des Mixings liegen Drinks wie der „Rob Roy“ oder der „Old Fashioned“ nah.
Fazit
Der The Glendronach Ode to the Valley ist Bestandteil der Ende 2024 von der The Glendronach Distillery ins Leben gerufenen „The Master’s Anthology“. Durch die Reifung nicht nur in Ex-Sherry-, sondern auch in Ex-Port-Casks offenbart dieser Single Malt Scotch Whisky eine andere, dabei fruchtig-würzige Seite des Stils der Brennerei in den schottischen Highlands.
Das Geschmacksprofil ist durchaus komplex mit roten Beeren, dunkler Schokolade, Honig, Karamell und Trockenfrüchten auf der einen sowie reichlich Eichenwürze mit Tanninen, Pfefferwürze und einem Hauch Rauch auf der anderen Seite. Die recht kräftige Entfaltung geht mit viel Wärme und vollem Mundgefühl einher. Beim Purgenuss gilt die Empfehlung der Kombination mit wenigen Tropfen stillen Wassers, was für eine gewisse Harmonisierung sorgt. Das Design ist typisch The Glendronach, heißt aufgeräumt stilvoll mit hoher Wertigkeit. Preislich liegt die 0,7-l-Flasche inklusive Geschenkverpackung bei vernünftigen 55 Euro.
Das Sample wurde uns von Brown-Forman Deutschland ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.
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