Poli Athanor im Test: Leichter Brandy mit Gebäcknoten

Die Poli Distillerie in Schiavon in der italienischen Region Venetien ersetzte im Jahr 2025 ihren Brandy Italiano di Poli durch den Poli Athanor. Der Anfang 2026 auch in Deutschland eingetroffene Brandy wird von der Poli Distillerie aus heimischen Trebbiano-di-Soave-Trauben gewonnen, die nach der Fermentation auf der teilweise aus Kupfer bestehenden und „Athanor“ genannten Brennblase mit angrenzender Kolonne destilliert werden. Die Reifung findet in French-Oak-Barriques, die unter starken Temperaturschwankungen auf dem Dachboden der Brennerei liegen, statt. Zur Assemblage vermählt werden zu gleichen Teilen drei und 15 Jahre alte Destillate. Das Abfüllen geschieht mit einem Alkoholvolumen von 40 Prozent und frei von Zusätzen inklusive Typage und Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Poli-Übersichtsseite zu finden.

eine Flasche Poli Athanor nebst Glas

Optik / Flasche

Abgefüllt wird satt-goldfarbene Poli Athanor in eine Weißglasflasche, deren Form bereits von wenigen anderen Spezialitäten aus dem Sortiment der Poli Distillerie bekannt ist. Eben jene Form bestimmt hoher und konischer Körper, der sich zum recht massigen Sockel leicht verjüngt. Derweil führen rundliche Schultern zu einem langen und auffällig dünnen Hals. An dessen Ende befindet sich eine Verbreiterung, die der Markenname als Reliefschrift ziert.
Verschlossen wird die Flasche von einem Bügelverschluss, bestehend aus einem Metallbügel und einem braun eingefärbten Deckel mit eingraviertem Markenlogo. Das Logo selbst setzt sich aus dem Markennamen und dem Gründungsjahr 1898 zusammen.
Den Körper überziehen fast vollständig horizontale Strahlen im Glas, ausgenommen sind nur die Flächen für die großen Etiketten. Das der Vorderseite besitzt eine annähernd ovale Form, das es einem Fass nachempfunden sein soll. Die Konturen des Fasses und die Fassreifen sind in einem matten Goldfarbton gehalten, während die Grundfläche sandfarben daherkommt. Dort finden sich der weinrote Markenname, die sowohl weinrote als auch orangene Bezeichnung des Brandys und auch eine Darstellung der Zusammensetzung der Assemblage.
Das rechteckige Rücketikett überziehen Texte über die Poli Distillerie und die Namensgebung des Brandys, denn der Athanor war einst ein Brennofen der Alchemisten, welcher auch in die Philosophie – hier „der Alchemist verbrennt seine Sünden“ – Einzug gefunden hat.

Zur Flasche gehört eine goldfarben schimmernde Metalldose. Zusätzlich zum Flaschenetikett zieren die Hülle das weinrote Markenlogo vorne und eine Text über die Poli Distillerie hinten.

Geruch / Geschmack

In die Nase dringt der Poli Athanor mit gebäckartigen Noten, welche vor allem Erinnerungen an Vanille und Mandel wecken. Kurzzeitig stechen Trauben mit einem Hauch Säure hervor. Danach zeigt der Geruch etwas Schokolade sowie eine leichte Präsenz von Eichenholz.
Der Geschmack ist rund, weich und vergleichsweise leicht, dennoch recht vollmundig. Wieder stehen Gebäcknoten mit Vanille, Mandeln und Nüssen im Vordergrund. Zeitweilig übernehmen jedoch ein paar frische Traubennoten, wiederum gefolgt von warmem Kaffee, Schokolade und einer sanften Eichenwürze.
Im Abgang vernimmt man Mandeln, Vanille, Milchkaffee und etwas Schokolade, ergänzt von sehr mildem Eichenholz. Durchaus lang, leicht und weich.


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Empfohlene Trinkweise

Da der Poli Athanor so rund daherkommt, kann jedem zum Purgenuss bei Zimmertemperatur oder bei maximal leichter Kühlung geraten werden.
Typische Drinks, für die der Brandy genutzt werden kann, sind der „Brandy Crusta“ und der „Brandy Alexander“. Genauso kommen auch der „Sidecar“ und der „Sazerac“ in Betracht.

Fazit

sehr gut

Hinter dem Poli Athanor aus dem Kernsortiment der Poli Distillerie in Schiavon in der italienischen Region Venetien steckt eine Assemblage aus drei und 15 Jahre alten Brandys. Diese erweist sich als auffällig leicht mit einigen Gebäcknoten.
Die Aromatik des Poli Athanor prägen fein süßliche Gebäcknoten sowie solche von Kaffee und Schokolade zuzüglich einer sanften Eichenwürze. Bisweilen zeigen sich frische Traubennoten. Der Alkohol ist gut integriert, sodass der Brandy durchweg rund und weich bleibt. Wer allerdings auf viel Körper mit üppigen Reifenoten aus ist, wird hier nicht fündig werden. Zu empfehlen ist sowohl der Purgenuss als auch das Mixen von Drinks. Das Design ist Poli-typisch extravagant und hochwertig. Erhältlich ist die 0,7-l-Flasche samt Geschenkhülle für faire 35 Euro.

Das Sample wurde uns von der Poli Distillerie ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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