Im Herbst 2025 erweiterte die Kaikyō Distillery, angesiedelt in der Stadt Akashi innerhalb der Präfektur Hyogo auf der japanischen Hauptinsel Honshū, ihr Sortiment um den Hatozaki Triple Cask Reserve. Dieser Pure Malt Whisky basiert auf einer Auswahl an Malts aus namentlich nicht genannten Brennereien in Schottland. Über diese bekannt ist eine Reifung in Ex-Bourbon- und Ex-Sherry-Casks. In Japan angekommen, sorgt Master Blender Kimio Yonezawa für die Vermählung und für eine Nachreifung über sechs Monate in Ex-Superior-Umeshu-Casks. Dabei handelt es sich um mit Pflaumenlikör der angeschlossenen Akashi-Tai Brewery vorbelegte Fässer. Durch die Lage am Seto-Binnenmeer soll die Nachreifung von einem speziellen, maritimen Klima geprägt sein. Eine Altersangabe existiert nicht. In die Flasche geht es mit einem Alkoholvolumen von 46 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Hatozaki-Übersichtsseite zu finden.

Optik / Flasche
Abgefüllt wird der goldfarbene Hatozaki Triple Cask Reserve in eine Weißglasflasche mit einem konisch geformten Körper. Weite, rundliche Schultern verbinden den Körper mit dem eher langen und leicht bauchigen Hals.
Beim Verschluss handelt es sich um einen Kunstkorken, befestigt an einem schwarzen Kunststoffgriff. Den angrenzenden Hals umgeben Teile einer violetten Schrumpfkapsel, die mit dem Namen der Brennerei in einem matten Goldfarbton bedruckt ist.
Der große Etikett auf der Vorderseite ist etwas zu zwei Dritteln warm-weiß und zu einem Drittel matt-rot gehalten. Den warm-weißen Part zieren japanische Schriftzeichen, der goldfarbene Markenname und Angaben zur Brennerei. Der matt-rote Bereich zeigt japanische Kunst.
Das deutlich kleinere Rücketikett liefert einen Text, der die Idee der Kaikyō Distillery erläutert.
Gehüllt ist die Flasche in eine farblich zu den Etiketten korrespondierenden Geschenkverpackung aus Pappe.





Geruch / Geschmack
In der Nase präsentiert sich der Hatozaki Triple Cask Reserve mild und filigran duftend. Vorne weg vernimmt man Tee, Aprikose und Eichenholz, dahinter verweilt eine Süße nach Vanille und Malz, immer wieder durchbrochen von Zitrusnoten.
Der Geschmack ist weich mit einem leichten Antritt, beginnend mit Vanille und Malz und gefolgt von Aprikose mit einem Touch Blütenhonig. Zunehmend schwerer werdend mit einer eher trockenen Eichenwürze und süßen Trockenfrüchten, angeführt von Pflaumen.
Der Abgang ist weich, samtig und süßlich. Mittellang bis lang zeigen sich noch Tee, Aprikose und Trockenfrüchte, eine leichte Eichenwürze, Vanille und Malz.
Mit wenigen Tropfen stillen Wassers wird der Geruch sehr leicht, zitrusfrisch und strohig.
Im Mund nun leicht und recht dünn bei wenig Substanz.
Final zwar süffig, aber eher kurz und schwach.
Empfohlene Trinkweise
Gemacht ist der Hatozaki Triple Cask Reserve für den Purgenuss bei Zimmertemperatur. Auf die Hinzugabe von Tropfen stillen Wassers kann verzichtet werden, da das Geschmacksprofil doch deutlich verliert.
Was das Mixen von Drinks anbelangt, kommen unter anderem ein „Manhattan“ oder ein „Old Fashioned“ in Betracht.
Fazit
Der Hatozaki Triple Cask Reserve ist ein von der japanischen Kaikyō Distillery aufgelegter Pure Malt Whisky. Nicht zuletzt das Finish in Ex-Superior-Umeshu-Casks, also in mit Pflaumenlikör vorbelegten Fässern, hat dem Exoten eine fruchtige Süße und ausgesprochene Milde verliehen.
Das Geschmacksprofil wartet allem voran mit einer Süße nach Aprikose, Blütenhonig, Trockenfrüchten und Vanille sowie Malz auf, getoppt von einer exotischen Teenote. Der Whisky ist durchweg weich und samtig, was ihn süffig und leicht zugänglich macht. Damit empfiehlt sich klar der Purgenuss bei Zimmertemperatur. Das Design wirkt aufgeräumt, qualitativ stimmig und diskret exotisch. Ein Knackpunkt ist der Preis, der mit 55 Euro für die 0,7-l-Flasche inklusive Geschenkverpackung nicht gerade gering ist.
Das Sample wurde uns von Marussia Beverages Germany ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.
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