Black Bottle im Test: Tradition ganz in Schwarz

Mit dem Relaunch des Black Bottle im Jahr 2013 will das zu den Burn Stewart Distillers gehörende Unternehmen Gordon Graham & Co. dem originalen Blended Whisky aus dem Jahr 1879 wieder näher gekommen sein. Zum einen wurde die namensgebende schwarze Flasche zurückgebracht, die im Zuge der Weltkriege nicht mehr aus Deutschland bezogen werden konnte und gut ein Jahrhundert lang durch eine aus Grünglas ersetzt wurde. Zum anderen wurde der ausgewählte Grain und Malt Whiskys vereinende Blend selbst überarbeitet. Lag zwischenzeitlich der Fokus auf den stark getorften Single Malts der schottischen Insel Islay, werden nun wieder mehr Single Malts aus der Speyside beziehungsweise dem Nordosten Schottlands eingebracht, wie es beim Original der Fall gewesen sein soll. Welche Brennereien involviert sind, wird ebenso wenig verraten wie die Merkmale der Fassreifung. Auch eine Altersangabe existiert nicht. Das Alkoholvolumen liegt bei 40 Prozent. Zu einer Färbung kommt es allem Anschein nach nicht. Eine Kältefiltration ist wahrscheinlich, aber nicht bestätigt. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Black-Bottle-Übersichtsseite zu finden.

Black Bottle Glas und Flasche
Black Bottle

Optik / Flasche

Daher kommt der gold- bis bernsteinfarbene Black Bottle in einer fast gänzlich schwarzen Glasflasche. Die Form ist eher ungewöhnlich: der Körper fällt sehr breit mit geringer Tiefe aus. Ferner verjüngt sich der Körper leicht bis zum sehr schmalen Sockel. Am anderen Ende führen rundliche Schultern zu einem mittellangen Hals, den eine teils schwarze und teils hellbraune Metallbanderole umgibt. Auf dieser abgedruckt ist ein kurzer Text über den Ursprung des Black Bottle.
Der metallene Schraubverschluss ist großflächig schwarz gehalten. Oben auf dem Verschluss findet man das goldfarbene Wappen von Gordon Graham & Co. vor: ein in die Höhe gestreckter Dolch wird umkreist vom Unternehmensschriftzug.
Das mittelgroße, schwarze Hauptlabel ziert den weißen Markenschriftzug auf einem goldfarbenen Schriftband, einen goldfarbenen Rahmen und wenige stilisierte Darstellungen von Pflanzen, die als Ornamente fungieren. Unterhalb des Etiketts befindet sich das Geburtsjahr der Marke als Reliefprägung im Glas.
Auf dem etwas kleineren Rücketikett trifft man keine Inhalte an. Darüber ist der Unternehmensname in das Glas eingelassen.

Galerie
Black Bottle Vorderseite
Vorderseite
Black Bottle Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Black Bottle Rückseite
Rückseite
Black Bottle Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Black Bottle Verschluss
Verschluss
Black Bottle Hals
Hals

Geruch / Geschmack

Die Nase erreicht der Black Bottle mit einem subtilen Torfrauch und einer Würze mit Noten von Mineralien, Leder, Eichenholz und Nelke. In Begleitung kommt eine Süße nach Karamell, Vanille, Trockenfrüchten, Honig und Orangenmarmelade zur Geltung. Eine Schärfe macht sich nicht bemerkbar.
Durchaus kräftig, doch auch recht weich sowie hin und wieder mit einer spielerischen Rauheit entfaltet sich der Whisky im Mund. Neben einem leichten Torfrauch sind die Aromen von Mineralien, Leder, Tabak, getoastetem Eichenholz und Karamell, gepaart mit Vanille, Trockenfrüchte, Honig und Malz zu vernehmen. Im Hintergrund verweilen Muskat, Nelke und Pfeffer.
Den eher langen Abgang prägen noch einmal Torfrauch, Mineralien, Karamell, Honig, Eichenholz, Malz, Leder, Trockenfrüchte, Muskat und Pfeffer.

In Verbindung mit wenigen Tropfen stillen Wassers wird der Geruch des Black Bottle sehr mild und recht süß mit kaum noch Rauch.
Der Geschmack fällt nun sehr weich, allerdings schwächer und mit weniger Struktur aus. In den Vordergrund rücken Mineralien.
Im nun eher dünnen und recht kurzen Nachhall bleibt nur noch wenig Kraft zurück.

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Empfohlene Trinkweise

In Anbetracht der leichten Zugänglichkeit und der weitreichenden Milde des Black Bottle kann der Purgenuss sowohl Einsteigern wie auch Enthusiasten nahegelegt werden. Der Whisky sollte bei Zimmertemperatur genossen werden, da eine Kühlung oder die Hinzugabe von Eiswürfeln wesentliche Charakteristika rauben kann.
Genauso eignet sich der Black Bottle für die Zubereitung verschiedener Drinks. Besonders populär sind der „Whisky Sour“, der „Rob Roy“ und der „Old Fashioned“.

Fazit

4,0

Black Bottle Wertung
Der Black Bottle der Gordon Graham & Co. wurde im Jahr 2013 so relauncht, dass sich der Blended Whisky sowohl optisch als auch geschmacklich näher als bisher am Original aus dem Jahr 1879 bewegen soll. Ob das tatsächlich der Fall ist, lässt sich nicht sagen. Grundsätzlich finden vor allem die leichte Zugänglichkeit und die weitreichende Milde Gefallen. Außerdem stehen eine ordentliche Komplexität und eine überdurchschnittliche Harmonie mit einem fein eingebetteten Torfrauch auf der Habenseite. Im Sinne eines Allrounders kann der Whisky für das Mixen diverser Drinks oder für den Purgenuss für Einsteiger genauso wie für Enthusiasten herhalten. Das Design hinterlässt einen stimmigen und hochwertigen Eindruck. Den Besitzer wechselt die 0,7-l-Flasche des Black Bottle für einen günstigen Preis von circa 17 Euro.

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