Torabhaig Taigh im Test: Ein Hausstil, der Lust auf mehr macht

Zum Frühling 2026 launchte die Torabhaig Distillery auf der schottischen Insel Skye ihre erste Kernqualität in Form des Torabhaig Taigh. Dieser Single Malt Scotch Whisky, dessen gälischer Name „taigh“ so viel wie „Haus“ bedeutet, soll den Hausstil „Smoke with Taste“ der Anfang 2017 gestarteten Brennerei widerspiegeln. Vermutlich fungiert als Grundlage in gewohnter Manier stark getorftes Gerstenmalz mit einem Phenolgehalt von 78 ppm, welches über 72 Stunden fermentiert wird. Im Anschluss an die Destillation darf der Single Malt in First-Fill- und Refill-Bourbon-Barrels sowie zu einem kleinen Anteil in Ex-Madeira-Casks reifen. Eine Altersangabe existiert nicht. Abgefüllt wird mit einem Alkoholvolumen von 46 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Torabhaig-Übersichtsseite zu finden.

eine Flasche Torabhaig Taigh nebst Glas

Optik / Flasche

Zu haben ist der stroh- bis goldfarbene Torabhaig Taigh in einer eher hohen Flasche mit einem Korpus mit abgerundeter Vierkantform. Zum Boden hin verjüngt sich der Körper leicht. Am anderen Ende führen steile Schultern zu einem mittellangen, bauchigen Hals. Den Hals umgeben Bestandteile einer schwarzen Schrumpfkapsel.
Der Verschluss ist ein Naturkorken, der an einem schwarzen Holzgriff mit eingraviertem Monogramm befestigt ist.
Auf dem großen Etikett auf der Vorderseite ein Gemälde der schottischen Künstlerin Aileen Grant, welches die Brennerei auf der Insel Skye zeigen soll. Oben schließt das Etikett mit dem Markennamen auf schwarzem Grund, unten mit einem kleinen Datenblatt zum Hausstil von Torabhaig ab. Unterhalb des Etiketts sind ein paar Reliefprägungen im Glas angebracht.
Das etwas kleinere Rücketikett in Schwarz liefert einen kurzen Text über die Brennerei.

Die die die Flasche beherbergende Geschenkverpackung besteht aus stabiler Pappe, welche rundherum das Gemälde von Aileen Grant ziert. Weiterer Aufdruck entspricht dem der Flaschenetiketten.

Geruch / Geschmack

In der Nase fällt der Torabhaig Taigh umgehend durch seine angenehme Kraftentfaltung auf. Warmer Torfrauch mit Leder, Asche, ein paar frischen Kräutern und dezenten Mineralien trifft auf eine feine Süße nach Malz, Gebäck, Vanille und Karamell. Zwischenzeitlich zeigen sich sanft würzige Nelke, ehe Rosinen übernehmen.
Im Mund tritt der Single Malt mittelkräftig, ölig und voll in Erscheinung. Angenehm wohldosierter Torfrauch, warm mit Leder, Asche, ein paar Kräutertönen und dezenten Mineralien, gesellt sich zu einer feinen Süße nach Malz, Gebäck, Vanille, Karamell, Sirup und Rosinen. Weiter vernimmt man Mandeln und eine gewisse Eichenwürze mit leicht pfeffrigem Aufbäumen.
Final ist der Single Malt zunächst noch kräftig und dann zunehmend weich, weiterhin mundfüllend und ölig. Delikater Torfrauch, warm mit Asche, Leder und Mineralien, wird begleitet von einer angenehmen Eichenwürze inklusive Tanninen, Kirsch- und Mandelnoten, Sirup und ein paar Nelkenanklängen. Sehr lang.

Verbunden mit wenigen Tropfen stillen Wassers wird der Geruch eher verhalten, wenig Torfrauch, dafür viel Vanillepudding.
Geschmacklich nun ziemlich weich bei mildem Torfrauch, insgesamt etwas verwaschen.
Im Nachhall mehr Asche, aber kürzer und flacher.


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Tastillery

Empfohlene Trinkweise

Ohne Weiteres kann der Torabhaig Taigh pur und bei Zimmertemperatur genossen werden. Weder eine erhebliche Kühlung noch die Hinzugabe weniger Tropfen stillen Wassers ist zu empfehlen.
Diejenige, die einen Drink bevorzugen, können unter anderem zwischen dem „Whisk(e)y Sour“, dem „Rob Roy“ oder dem „Penicillin“ wählen.

Fazit

sehr gut

Mit dem Torabhaig Taigh kann die Anfang 2017 auf der schottischen Insel Skye gestartete Torabhaig Distillery erstmals einen Single Malt Scotch Whisky mit dauerhafter Verfügbarkeit vorweisen. Die Kernqualität demonstriert einen herausragenden Hausstil, der schon Lust auf das macht, was von der Brennerei noch kommen wird.
Allem voran die Art des Torfrauchs weiß zu begeistern, denn er ist charaktervoll, aber nicht aggressiv, recht komplex, aber doch leicht zugänglich. Darüber hinaus ist die Aromatik überraschend vielschichtig und feingliedrig nicht nur nach Torfrauch, sondern auch mit einer vielschichtigen Süße und feinen Würze. Die Kraftentfaltung ist sehr stimmig und das Mundgefühl ansprechend voll. Zu empfehlen ist der Genuss sowohl im Drink als auch in Reinform. Das Design punktet sowohl optisch als auch qualitativ. Genießer gelangen an den Torabhaig Taigh für einen günstigen Preis noch unter 40 Euro für die 0,7-l-Flasche inklusive Geschenkverpackung.

Das Sample wurde uns von Marussia Beverages Germany ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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