Ondjaba Classic im Test: Exotisches Kraftpaket mit einzigartiger Rauchigkeit

Beim Ondjaba Classic handelt es sich um das Aushängeschild der in Namibia beheimateten Erongo Mountain Winery, welche neben Wein auch für Namibian Whiskey verantwortlich zeichnet. Für die Herstellung dieses Triple Grain Whiskey setzt das Team rund um das deutsche Ehepaar Wolfgang und Esther Koll, den Gründern des Weinguts, auf eine Getreidemischung aus gemälzter Mahangu Perlhirse, gemälztem Weizen und Mais. Das den Angaben nach von lokalen Bauern stammende Getreide wird in Eigenregie gemahlen und gemälzt. Beim Darren erfolgt das Befeuern mit Elefantendung, der ebenfalls aus dem Umland des Weinguts beschafft wird. Sobald eingemaischt, wird eine kontrollierte sieben Tage lange Fermentation in Edelstahltanks vorgenommen. Ohne Filtration gelangt die Maische daraufhin in kleine Column Stills. Die Reifung, deren Dauer im Dunkeln verbleibt, findet in hauseigenen Ex-Red-Wine-Barriques wie auch in Virgin-American-Oak-Casks im Wüstenklima Namibias statt. In die Flasche gelangt der Whiskey mit einem Alkoholgehalt von 46 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Ondjaba-Übersichtsseite zu finden.

Optik / Flasche

Ondjaba Classic

Zu haben ist der rötlich-kupferfarbene Ondjaba Classic in einer wuchtigen und massigen Weißglasflasche. Der fast kugelförmige Körper thront auf einem besonders massiven Sockel. Entsprechend stark rundliche Schultern verbinden den Körper mit einem mittellangen Hals, der in eine breite Lippe mündet. Den Hals umgibt eine Banderole, die ein Elefantenhautmuster aufweist und vorne die Initialen der Erongo Mountain Winery ziert.
Die Flasche verschließt ein Naturkorken, der an einem von grauem Leder überzogenen Griff befestigt ist.
Auf der Vorderseite findet man eine transparentes Etikett vor. Der silberfarben schimmernde Aufdruck besteht aus der Silhouette eines Elefanten und dem Markennamen. Außerdem erblickt man die Bezeichnung „Classic“.
Das kleinere Etikett auf der Rückseite deutet eine Gebirge an und nennt ein paar Infos zum Whiskey.

Geruch / Geschmack

Umgehend warm und intensiv dringt der Ondjaba Classic in die Nase vor. Vorne weg zeigt sich ein süßlicher Tabakrauch, gepaart mit einer ordentlichen Portion Leder, etwas Pfeffer und Eichenholz. Es folgen Vanille und Karamell, Bratapfel und Rosinen.
Der Geschmack fällt kraftvoll und vollmundig aus. Zügig entwickelt sich eine noch angenehme, wärmende Schärfe mit Eichenwürze. Im Vordergrund steht daraufhin süßlicher Tabakrauch mit reichlich Leder, Erde und Heu. Des Weiteren machen sich auch Aromen von Karamell, Vanille, Apfel und Rosinen bemerkbar.
Im Nachklang wird der Whiskey abrupt weich und rund. Noch einmal süßlicher Tabakrauch, Leder, Erde, Heu, Mineralien und Karamell. Insgesamt mittellang bis lang.

Versetzt mit wenigen Tropfen stillen Wassers wird der Geruch runder und süßlicher bei weniger Rauch und Leder.
Auch geschmacklich wird der Whiskey weicher, bleibt jedoch immer noch recht kräftig. Merklich weniger Rauch und Leder.
Der Abgang ist nun weich und süffig, aber auch kürzer und schwächer.


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Tastillery

Empfohlene Trinkweise

Aufgrund des exotischen Raucheinschlags steht für den Ondjaba Classic der Genuss in Reinform im Vordergrund. Optional können wenige Tropfen stillen Wassers zugeführt werden, was die Intensität etwas bändigt, aber hier und da auch ein paar Charakteristika nimmt.
Wenn es doch ein Drink sein soll, spricht alles für einen „Old Fashioned“.

Fazit

sehr gut

Exotischer kann ein Whiskey kaum sein: der Ondjaba Classic aus der Erongo Mountain Winery in Namibia entsteht unter anderem aus lokaler Mahangu Perlhirse, welche mittels Elefantendung gedarrt wird. Gepaart mit einer Reifung in der Wüstenhitze Namibias ist das Resultat eine beachtlich temperamentvolle Aromatik, in deren Mittelpunkt eine einzigartige Rauchigkeit steht.
Eben jener Rauch besitzt einen an süßlichen Tabak erinnernden Einschlag. Begleitend zeigen sich reichlich Leder, Erde und Heu. Bisweilen sind auch Mineralien zu erkennen. Eher untergeordnet rangiert eine karamellige Süße mit Tönen auch von Vanille, Apfel und Rosinen. Die mit einer Vollmundigkeit und einer Wärme einhergehende Intensität ist erheblich, aber noch im Rahmen. Wem die Kraftentfaltung während des Purgenusses zu geballt ist, kann mit wenigen Tropfen stillen Wassers dagegen arbeiten. In Anbetracht der Herkunft und des Herstellungsverfahren erscheint der Preis von circa 66 Euro für die 0,7-l-Flasche, die einem hochwertigen Dekanter ähnelt und einen exotischen Touch besitzt, angemessen.

Das Sample wurde uns von Kirsch Import ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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Stand 12. Februar 2026 14:34 Uhr. Preise inklusive Mehrwertsteuer. Alle Angaben ohne Gewähr. Bezahlte Links.