Burlanegra Rum im Test: Salted Caramel mit Sherry Twist

Mit der Übernahme von Galician Original Drinks im Jahr 2023 kam auch der Burlanegra Rum zur Grupo Osborne. Das spanische Familienunternehmen überarbeitete den Rum grundlegend, um ihn 2025 neu auf den Markt zu bringen. Als Grundlage bezieht Osborne einen Rum aus der Dominikanischen Republik, über den lediglich bekannt ist, dass er zwölf Monate im tropischen Klima reift. In den Bodegas Osborne im andalusischen El Puerto de Santa María angekommen, gelangt der Rum noch für sechs Monate in originale Fässer eines bis in das Jahr 1830 zurückreichendes Solera-Systems, das mit dem Amontillado 51-1ª einen VORS Sherry hervorgebracht hat. Im Nachgang an die Reifung erfolgt die Anreicherung mit gereinigtem Atlantikwasser. Abgefüllt wird mit einem Alkoholvolumen von 40 Prozent und ohne Farbstoff. Unklar ist, wie es hinsichtlich einer Nachsüßung aussieht. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Burlanegra-Übersichtsseite zu finden.

eine Flasche Burlanegra Rum nebst Glas

Optik / Flasche

Die Flasche, die den bernsteinfarbenen Burlanegra Rum beherbergt, besteht aus Grünglas und ist komplett mattschwarz eingehüllt. Der eher kompakte Körper ist konisch und verjüngst sich zum Boden hin. Entlang recht steilen Schultern führt der Körper zu einem sehr lang gezogenen Hals, den eine türkisfarbene Banderole, bedruckt mit einem Text über die einstigen Handelswegen von Rum und Sherry über den Atlantik, umgibt.
Als Verschluss dient ein Naturkorken, der an einem goldfarbenen Kunststoffgriff befestigt ist.
Die Vorderseite der Flasche ziert ein goldfarbener Aufdruck, bestehend aus einem Kreuz, dem Markennamen und Hinweisen auf die Verwendung von Salzwasser sowie die Nachreifung in Ex-VORS-Sherry-Casks.
Hinten setzt sich der Aufdruck aus einem Text über den einstigen Einfluss des Transports zur See auf Rum und einem solchen über die tatsächliche Herstellung des Rums zusammen.

Geruch / Geschmack

In der Nase präsentiert sich der Burlanegra Rum fein süßlich vor allem nach Toffee mit einem Hauch Salz. Des Weiteren entwickelt sich eine Nussigkeit, zu der sich auch Trockenfrüchte gesellen. Das Ganze wird bisweilen unterbrochen von frischen Zuckerrohrnoten mit Zitrusanklängen.
Der Geschmack erweist sich als rund und weich mit einer gewissen Viskosität. Im Mittelpunkt steht Toffee-Karamell mit einem merklichen Salzeinschlag. Hinzu stoßen eine Nussigkeit, einige Trockenfrüchte und spät etwas Eichenholz mit ein paar dezenten Röstnoten.
Sehr weich und leicht viskos bleibt der Rum im Nachhall. Durchaus noch lang Toffee, Salz, Nüsse und Trockenfrüchte.


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Empfohlene Trinkweise

Wie sich zeigt, kann der Burlanegra Rum ohne Weiteres bei Zimmertemperatur genossen werden.
Alternativ kommt natürlich auch das Mixen des ein oder anderen Drinks in Betracht. Denkbar sind ein „Mai Tai“ oder ein „Old Fashioned“. Von Osborne stammen zudem die Rezepturen für zwei Longdrinks, den „Burlanegra & Lime“ und den „Burlanegra & Naranja“.

„Burlanegra & Lima“

50 ml Burlanegra Rum
1 ml Lime juice
Lemon-lime soda (Sprite or 7 Up)

Glass: Highball
Garnish: Lime wedge

Method: Build

„Burlanegra & Naranja“

50 ml Burlanegra Rum
5 ml Falernum
Orange soda

Glass: Highball
Garnish: Grapefruit twist

Method: Build

Fazit

sehr gut

Der Burlanegra Rum des spanischen Familienunternehmens Osborne ist ein dominikanischen Rum mit einer Nachreifung in historischen Ex-VORS-Sherry-Casks im Sherry-Dreieck und einer Anreicherung mit Atlantikwasser. Das Resultat ist zwar nicht sonderlich komplex, besticht aber durch ein Geschmacksprofil nach Salzkaramell mit einer guten Portion Amontillado Sherry.
Im Mittelpunkt sowohl des Geruchs als auch des Geschmacks dieses runden und weichen Rums steht Toffee-Karamell mit einer Spur Salz. Im weiteren Verlauf zeigen sich eine Nussigkeit, Trockenfrüchte und etwas Eichenholz. Eine leichte Viskosität sorgt für eine angenehmen Schmelz. Eine durchaus lange Fortsetzung liefert der Abgang. Empfehlenswert ist der Purgenuss genauso wie der in Form eines Drinks. Das Design ist andersartig, modern und qualitativ akzeptabel. Der Preis von knapp 30 Euro je 0,7-l-Flasche ist passabel.

Das Sample wurde uns von Eggers & Franke ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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