Roku Gin Noryo Tea Edition im Test: Grün mit klaren Teenoten

Im Frühling 2026 präsentierte das The House of Suntory mit der Roku Gin Noryo Tea Edition die Nummer zwei der Seasonal Festival Collection. Die Rede ist von einer Hommage an die japanische Tradition „Noryo“, im Sommer zu entschleunigen, die Sinne zu erfrischen, sich mit der Natur zu verbinden und sich in ruhigen Momenten am Wasser abzukühlen. Die Herstellung dieses limitierten Distilled Gins nahm in gewohnter Manier das sogenannte Spirituosen-Atelier von Suntory in Osaka in Japan vor. Wie beim originalen Roku Gin umfasst die Rezeptur 14 ausgewählte Botanicals, darunter sechs japanische Botanicals, die in separaten Destillationsschritten in Brennblasen verarbeitet werden: die Schale der Yuzu-Zitrusfrucht, Sakura-Blüte, Sakura-Blätter, Sencha-Tee, Gyokuro-Tee und Sansho-Pfeffer. Allesamt sollen nach dem Prinzip des „Shun“ in der richtigen Saison und in ihrer optimalen Reife geerntet werden. Im Vergleich zum Original wurde der Gehalt an Sencha- und Gyokuro-Tee erhöht. Weiter sind die acht traditionellen Gin-Zutaten Wacholderbeere, Koriandersamen, Angelikawurzel, Angelikasamen, Kardamomsamen, Zimt, Bitterorangenschale und Zitronenschale enthalten. Das Abfüllen nahm man mit einem Alkoholgehalt von 43 Prozent und ohne Zucker vor. Bezüglich des Umfangs der Limitierung hält man sich bedeckt. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Roku-Übersichtsseite zu finden.

eine Flasche Roku Gin Noryo Tea Edition nebst Glas

Optik / Flasche

Zu haben ist die klare Roku Gin Noryo Tea Edition in der Weißglasflasche mit dem für die Marke bereits ikonischen, sechskantigen Körper inklusive massigem Sockel. Die Anzahl Kanten verweist auf die Zahl der japanischen Botanicals. Über flache Schultern wird der Körper mit dem sehr kurzen Hals, den Reste einer hellgrünen Schrumpfkapsel umgeben, verbunden.
Als Verschluss findet man einen Drehmechanismus aus dunkelgrünem Kunststoff vor.
Ringsherum in der unteren Hälfte der Flasche sind im Glas die Reliefprägungen der japanischen Kräuter und Gewürze vorzufinden. Darüber hinaus gibt es jeweils auf Vor- und Rückseite ein mittelgroßes Etikett aus traditionell japanischem „Washi“-Papier. Vorne fällt der Blick auf das schwarze Kanji-Symbol für die Zahl sechs, den Markenschriftzug und die grünlich schimmernde Beschriftung. Weiter sind grüne Tupfer und Umrisse von Teeblättern auf dem Etikett zu sehen.
Das Rücketikett ziert einmal mehr das Kanji-Symbol sowie der Markenschriftzug. Daneben erläutert ein Text die Bedeutung der „Noryo“-Tradition.

Geruch / Geschmack

In die Nase startet die Roku Gin Noryo Tea Edition sehr grün mit Noten von Gras und Blüten sowie deutlichem Tee, gepaart mit Zitrusnoten und Wacholder. Weiter entwickelt der Geruch harzige und erdige Anklänge.
Der Geschmack ist weich und sanft. Es entfalten sich Wacholder und Tee mit grünen und blumigen Noten sowie frischen Zitrusanklängen. Das Mundgefühl ist voll und warm. Zum Abgang hin zeigen sich erdige Noten im Hintergrund.
Der Abgang erweist sich als weich und ölig nach Tee, Blüten und grünen Noten sowie mit Wacholder und Zitrusanklängen. Weiter auch erdig. Mittellang bis lang.


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Empfohlene Trinkweise

Verwendet werden kann die Roku Gin Noryo Tea Edition für diverse Drinks, allem voran für den klassischen „Gin Tonic“, den „Gin Fizz“, den „Martini“ oder den „Negroni“.
Allerdings kann der Gin auch ohne Weiteres pur und bei Zimmertemperatur oder bei leichter Kühlung genossen werden.

Fazit

sehr gut

Die Roku Gin Noryo Tea Edition ist die Nummer zwei der Seasonal Festival Collection des japanischen The House of Suntory. Das auch im Namen dieses Gins steckende Teethema wird hier groß großgeschrieben, was zwar gefällt, aber auch die Komplexität des originalen Roku Gins missen lässt.
Aufgrund des erhöhten Teeanteils in der Rezeptur liefert diese Variation des originalen Roku Gins starke grüne, blumige und erdige Noten. Zu Wacholder und Tee gesellen sich Noten Zitrus. Punkten kann die durchweg gelungene Kraftentfaltung, die mit einem sanften und zudem vollen sowie warmen Mundgefühl einhergeht. Auch der Abgang ist rund und zudem angenehm ölig. Wenn es nicht gerade ein Drink wird, kann der Gin auch ohne Weiteres pur genossen werden. Das Design überzeugt erneut durch eine stimmige Optik mit fernöstlichem Touch und eine hohe Verarbeitungsqualität. Zu gefallen weiß auch der Preis, der mit 25 Euro je 0,7-l-Flasche angemessen ausfällt.

Das Sample wurde uns von Suntory Global Spirits ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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