Die Negativschlagzeilen aus der Welt des Whisk(e)ys reißen nicht ab. Ganz aktuell hat es den Irish Whiskey getroffen, denn die Powerscourt Distillery musste Ende Juni Insolvenz anmelden und die Roe & Co Distillery von Diageo lässt derzeit die Produktion ruhen.
Powerscourt Distillery musste Insolvenz anmelden

Noch Anfang dieses Jahres gab die 2018 im irischen County Wicklow gestartete Powerscourt Distillery mit Kammer-Kirsch einen neuen Deutschlandvertrieb bekannt. Wenige Monate später ist die Brennerei, die zugekauften und seit 2023 auch komplett hauseigenen Irish Whiskey unter dem Markennamen Fercullen anbietet, zahlungsunfähig. Wie es mittelfristig weitergehen soll, ist nicht bekannt. Allem Anschein nach ruht die Produktion, dafür läuft der Abverkauf vorhandener Ware weiter. Hierzulande dürfte vorerst auch noch keine Verknappung spürbar werden.
Roe & Co Distillery lässt Produktion ruhen

Diageo lässt ab sofort die Produktion der 2019 in den Liberties in der irischen Hauptstadt Dublin errichteten Roe & Co Distillery ruhen. Konkret wird vorerst kein New Make Spirit mehr aus den Brennapparaturen fließen, allerdings werden weiter Irish Whiskeys anhand des Lagerbestands abgefüllt werden. Ähnlich wie Diageo gehen derzeit auch andere Big Player vor. So ruht aktuell auch die Produktion in der zu Pernod Ricard gehörenden Midleton Distillery im County Cork und in der zu Quintessential Brands gehörenden Dublin Liberties Distillery in Dublin. Die im County Offaly beheimatete Tullamore D.E.W. Distillery von William Grant & Sons hat Teile ihrer Produktion heruntergefahren.