Test: Southern Comfort

Die Geburtsstunde des Southern Comfort geht auf das Jahr 1874 zurück. In diesem Jahr entwickelte der irische Barkeeper Martin Wilkes Heron die Rezeptur des Whiskey-Likörs in New Orleans in den USA. Diente mehrere Jahre lang ein mit Whiskey-Aroma versehener Neutralalkohol als Basis, versichert der Hersteller, für den hierzulande seit 2013 ausgelieferten Likör, wieder einen American Whiskey zu verwenden. Es folgt die Hinzugabe von Süßungsmittel sowie den Aromen von Pfirsichen, Orangen, Zimt, Vanille und dunkler Schokolade. Zur Abfüllung in Flaschen wird der Alkoholgehalt auf 35 Prozent gebracht und Farbstoff hinzugefügt. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Southern-Comfort-Übersichtsseite zu finden.

Southern Comfort Glas und Flasche
Southern Comfort

Optik / Flasche

Den Southern Comfort gibt es in einer mittelhohen Flasche aus Weißglas, das den rötlichen Bernsteinfarbton des Likörs durchscheinen lässt. Der recht breite und stabile Boden geht über eine leichte Taillierung in einen sich bis zu den runden Schultern geringfügig verbreiternden Körper über. Nicht nur mit „Southern Comfort“-Reliefschriftzug versehene Vertiefungen links und rechts der Flasche, sondern auch ein angenehmer Schwerpunkt sorgen für ein ansprechendes Handling. Die Schultern zieren streifenförmige Reliefprägungen. Es grenzt ein mittellanger und etwas bauchiger Hals an, der von einer nicht sonderlich hochwertig wirkenden, schwarzen Kunststoffdrehmechanismus dicht verschlossen wird. Den Flaschenhals umgibt eine rot gefärbte Folie mit einem mehrfach wiederkehrenden Logo, das einen Stern mit acht Zacken und Strahlen zeigt. Mittig befindet sich das Wort „One“ sowie links und rechts die Buchstaben „S“ und „C“.
Die Vorderseite nimmt ein mittelgroßes, an ein Wappen erinnerndes Etikett ein. Den weißen Hintergrund umgeben zwei goldfarbene Rahmen. Mittig fällt der rote „Southern Comfort“-Schriftzug auf, der eine goldfarbene Schattierung besitzt. Darüber ist befindet sich der Name des Erfinders M.W. Heron, darunter den Spruch „Category of One“ und das bereits zuvor beschriebene, sternförmige Logo. „Category of One“ bedeutet soviel, dass der Southern Comfort allein in einer gesamten Kategorie von Spirituosen einzuordnen ist und es entsprechend nichts vergleichbares gibt.
Unter dem Label ist die Signatur von M.W. Heron in das Glas eingeprägt. Weiter darunter befindet sich noch ein kleines, rotes Etikett mit Infos zum Likör und dem ersten Marketingspruch Heron’s „None genuine but mine“.
Die Rückseite ziert ein quadratisches Etikett mit weißem Hintergrund und doppeltem, goldfarbenem Rahmen. Abgedruckt ist eine kurze Beschreibung des Likörs.

Galerie
Southern Comfort Vorderseite
Vorderseite
Southern Comfort Vorderseite Etikett
Vorderseite Etikett
Southern Comfort Rückseite
Rückseite
Southern Comfort Rückseite Etikett
Rückseite Etikett
Southern Comfort Verschluss
Verschluss
Southern Comfort Hals
Flaschenhals

Geruch / Geschmack

Der verhältnismäßig milde Geruch des Southern Comfort vermittelt frische und leicht würzige Orange, süße und leicht fruchtigen Pfirsich sowie etwas Honig von Bourbon Whiskey. Des Weiteren erreichen Vanille, eine minimale Zimtspur sowie eine minimal alkoholische Frische die Nase. Die Aromen sind sehr geballt, aufdringlich und etwas künstlich.
Im Mund zeigen sich milde und ausgesprochen süße Aromen von Honig, Whiskey-Noten wie leichtes Karamell und Vanille, karamellisiertes Obst, recht würzige Orange und reife Pfirsiche. Zum Abgang hin wird der Geschmack etwas frisch von Zitrus und zugleich mit einem Hauch von Zimt abgerundet.
Den lang anhaltenden Nachklang bestimmen süße Noten von reifem Pfirsich, Honig und Vanille, ergänzt von einem Anklang Zimt.

Empfohlene Trinkweise

Für gewöhnlich wird der Southern Comfort pur und on the rocks oder in Form einer unbegrenzten Anzahl an Mixgetränken gereicht. Einer der ersten Cocktails soll der im Jahr 1939 für den Film „Vom Winde verweht“ kreierte Scarlett O’Hara auf Basis von Southern Comfort und mit Cranberrysaft sowie Limetten sein. Populär sind vor allem simple Longdrinks, die den Likör mit den verschiedensten Säften vereinen.
Darüber hinaus trägt die im Frühjahr 2014 gelaunchte Mixability-Plattform von Southern Comfort zahlreiche von Profis als auch Otto-Normalverbrauchern entwickelte Cocktails und Longdrinks aus aller Welt zusammen.

Fazit

3,0

Southern Comfort Wertung
Der Southern Comfort ist wohl einer der traditionsreichsten und weltweit bekanntesten Liköre der USA. Geruchlich sowie durchaus geschmacklich wirkt der Likör deutlich konstruiert beziehungsweise künstlich. Die einzelnen, hinzugefügten Zutaten sind stark gesüßt und mit ihren groben Aromen recht aufdringlich. Während der Gebrauch in Mixgetränken nahe liegt und empfehlenswert ist, ist der Genuss in purer Form nur gut gekühlt oder on the rocks denkbar. Dem detailreichen Flaschendesign gelingt der Spagat zwischen modern und traditionell. Der Preis liegt für die 0,7-l-Flaschen bei insgesamt angemessenen 15 Euro.

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