Indri Agneya im Test: Kräftiger Exot mit leichtem Torfrauch

Seit dem August 2025 befindet sich mit dem Indri Agneya ein als leicht getorft angepriesener Single Malt Indian Whisky der Piccadily Distilleries in Indri im indischen Bundesstaat Haryana am deutschen Markt. Der mit „agneya“ das aus dem Sanskrit stammende Wort für „zum Feuer gehörend“ im Namen tragende Single Malt basiert auf leicht getorftem Gerstenmalz, dessen konkreter Phenolgehalt allerdings nicht kommuniziert wird. Auf die zweifache Destillation in schottisch inspirierten Kupferbrennblasen folgt eine Reifung sowohl in Ex-Bourbon- als auch in Ex-Pedro-Ximénez-Sherry-Casks. Geprägt wird die Reifung, deren Dauer im Dunkeln verbleibt, von subtropischem Klima. Abgefüllt wird mit einem Alkoholvolumen von 46 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Indri-Übersichtsseite zu finden.

eine Flasche Indri Agneya nebst Glas

Optik / Flasche

Daher kommt der satt-goldfarbene Indri Agneya in der für die Marke typischen Flasche, allerdings aus dunkel getöntem Glas. Der hohe und leicht konische Körper verjüngt sich allmählich zum Boden hin, bei dem es sich um einen massiven Sockel handelt. Rundliche Schultern – nach vorne mit dem Markennamen als Reliefschrift versehen – führen zu einem langen, bauchigen Hals, den Teile einer mattschwarzen Schrumpfkapsel umgeben. Darauf abgedruckt ist das goldfarben gehaltene Wort Indri auf Hindi.
Der Verschluss ist ein Naturkorken, befestigt an einem bräunlich lackierten Holzgriff.
Vorne ist die Flasche teils direkt bedruckt mit dem Markenname und selbigem auf Hindi – beides grau mit goldfarbener Umrandung. Weiter ist ein schwarzes Etikett angebracht, das mit einem goldfarbenen Aufdruck aus der Bezeichnung des Single Malts, Angaben zur Reifung und dem Logo der Piccadily Distilleries daherkommt.
Das Rücketikett liefert noch ein paar Infos zum Single Malts sowie eine Chargennummer und ein Abfülldatum.

Die Flasche gibt es standardmäßig in einer schwarzen Geschenkhülle aus solider Pappe und mit schwarzem Metalldeckel sowie -Boden. Der Aufdruck orientiert sich gestalterisch am Etikettendesign. Hinten werden umfangreichere Angaben zum Single Malt inklusive der Tasting-Notes aufgeführt.

Geruch / Geschmack

In die Nase dringt der Indri Agneya mit einem eher leichten, warmen Torfrauch mit Schokolade, Gewürzen und Bratapfel vor. Zügig gesellt sich eine Süße nach Karamell, Vanille und Rosine dazu. Weiter entwickeln sich reife Banane, Aprikose und Mandel.
Geschmacklich zeigt der Single Malt vergleichsweise leichten, warmen Torfrauch, gepaart mit viel trockenem Kakao und einem seidigen Mundgefühl. Hinzu stoßen Karamell und Vanille, reife Banane und Honigmelone. Es folgt eine aufsteigende, intensive Pfefferwürze mit Eichenholznoten.
Im Abgang noch kurz recht kräftiger Pfeffer, doch dann Honigmelone, Banane, Karamell, Vanille und leichter Torfrauch mit noch einem Hauch Kakao. Mittellang und trocken.

Mit wenigen Tropfen stillen Wassers wird der Geruch deutlich fruchtiger, außerdem entwickelt sich eine deutliche Note Toffee.
Der Geschmack fällt sehr ähnlich aus. Eine etwas mildere Pfefferspitze hinten raus.
Auch der Nachhall weicht kaum ab.


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Empfohlene Trinkweise

Der sehr leichte Torfrauch macht den Indri Agneya für jedermann attraktiv, die intensive Pfefferwürze jedoch dürfte schon eher polarisieren, wenn es um den Purgenuss bei Zimmertemperatur geht. Optional können wenige Tropfen stillen Wassers hinzugegeben werden, was vor allem den Pfeffer etwas abmildert.
Alternativ können Drinks wie ein „Whiskey Sour“, ein „Manhattan“ oder ein „Old Fashioned“ zubereitet werden.

Fazit

sehr gut

Der Indri Agneya soll die leicht rauchige Seite der Single Malt Indian Whiskys der Piccadily Distilleries im indischen Bundesstaat Haryana zeigen. Der Torfrauch fällt in der Tat dezent aus, doch die Kraftentfaltung ist intensiv inklusive Pfefferspitze.
Wer den subtropische gereiften Single Malt probiert, wird zunächst den leichten, warmen Torfrauch und die ausgeprägte Kakaonote mit trockenem, seidigem Mundgefühl bemerken. Während eine Süße nach Karamell und Vanille vertraut wirkt, sorgt eine Fruchtigkeit nach reifer Banane und Honigmelone für einen deutlich exotischen Einschlag. Mit etwas Verzögerung bäumt sich dann die Pfefferwürze zusammen mit etwas Eichenholz auf – insgesamt noch angenehm, aber mit Sicherheit nichts für jedermann. Nichtsdestotrotz gilt die Empfehlung auch dem Purgenuss bei Zimmertemperatur oder der Kombination mit wenigen Tropfen stillen Wassers. Das Design wirkt optisch stimmig und qualitativ hochwertig. Als ansprechend erweist sich der Preis, der bei circa 45 Euro für die 0,7-l-Flasche liegt.

Das Sample wurde uns von Prineus ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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