Veritas im Test: Spektakulär und für den Mix prädestiniert

Nach einer Idee von Luca Gargano, Geschäftsführer des italienischen Independent Bottlers Velier, und Richard Seale, Inhaber und Master Distiller der Foursquare Rum Distillery auf Barbados, ist 2018 der Veritas getaufte White Blended Rum entstanden. Kombiniert werden unterschiedliche Rumstile: von Foursquare kommt ungereifter Melasse-Rum aus einer Traditional Twin Column Coffey Still und zwei Jahre in Ex-Bourbonfässern tropisch gereifter Melasse-Rum aus einer Double-Retort Pot Still, während von der Hampden Estate Distillery auf Jamaika ein ungereifter Melasse-Rum aus einer Double-Retort Pot Still hinzustößt. Im Anschluss an die Vermählung gelangt der Blend mit einem Alkoholvolumen von 47 Prozent, ohne Kältefiltration und frei von Zusätzen in Flaschen. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Veritas-Übersichtsseite zu finden.

Veritas

Optik / Flasche

Abgefüllt wird der hell-goldfarbene Veritas in eine hohe Flasche aus Weißglas. Der hohe, zylindrische Körper verläuft zum Boden leicht konisch zusammen. Am anderen Ende verbinden recht rundliche Schultern den Körper mit dem langen und bauchigen Hals.
Beim Verschluss handelt es sich um einen hellen Kunstkorken, der an einem hellen Holzgriff befestigt ist. Noch ungeöffnet überzieht den Verschluss und den Hals eine schwarze Schrumpfkapsel.
Die Etikettierung ist eher klein und braun gehalten. Der schwarze Aufdruck beschränkt sich auf das Wesentliche. Mit dabei sind allerdings die Unterschriften von Luca Gargano und Richard Seale.
Hinter befindet sich eine knappe Beschreibung des Blends.

Geruch / Geschmack

In die Nase startet der Veritas sehr kraftvoll, aber nicht störend. Vorne weg einige spritzige Estertöne mit exotischem Fruchteinschlag, würzigen Nuancen und grünen Anklängen. Dahinter zeigen sich eine milde Süße und etwas „Körper“. Zunehmend mild und rund.
Geschmacklich präsentiert der Rum eine kraftvolle Symbiose aus Estertönen mit exotischen, grünen und würzigen Noten, überreifer Ananas, Limette, Gras und Heu, Pfeffer und Kardamom sowie süßen Melasse-Noten zuzüglich Vanille, Gebäck und einem Touch getoastetem Eichenholz.
Der Abgang erweist sich als recht lang, angenehm kräftig und zunehmend trocken. Angenehm süß nach Melasse, feinwürzig mit Pfeffer und exotisch fruchtig nach überreifer Frucht sowie Limette.


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Rum & Co

Empfohlene Trinkweise

Gemacht ist der Veritas klar für den Mix. Typische Drinks, die für das Mixen in Betracht kommen, sind der „Daiquiri“ und der „Mojito“, aber auch der „Pedro Collins“ und der „Cuba Libre“.
Wer möchte, kann den Rum aber auch ohne Weiteres pur bei Zimmertemperatur genießen.

Fazit

exzellent

Im Veritas, einem White Blended Rum, treffen die Expertisen von Luca Gargano und Richard Seale sowie weiße Rums aus Barbados und Jamaika aufeinander. Wenig verwunderlich ist das Ergebnis spektakulär und prädestiniert für das Mixen von Drinks.
Das Geschmacksprofil erweist sich als sehr harmonisch. Die Intensität des Jamaica Rums vereint sich perfekt mit dem runden Barbados Rum, die spritzigen Estertöne mit der feingliedrigen Süße. Die für einen weißen Rum auffällig komplexe Aromatik ist das eine, die kraftvolle und doch nuancierte Entfaltung das andere. Damit kann der Veritas für allerlei Drinks verwendet werden und diese aufwerten. Das Design ist zwar etwas eigenwillig, aber insgesamt überzeugend. Zu haben ist die 0,7-l-Flasche für einen günstigen Preis ab 26 Euro.

Das Sample wurde uns von Kirsch Import ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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