Kurzmeldungen: The Duke muss blechen und Küstennebel feiert 40.

Die Kurzmeldungen dieser Woche könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die The Duke Destillerie eine teure Niederlage vor Gericht einstecken musste, kann Waldemar Behn zufrieden auf vier Jahrzehnte Küstennebel zurückblicken.

The Duke für pfandlosen „Entgeistert“ bestraft

Wie die The Duke Destillerie bekannt gibt, ist man dafür verklagt worden, dass auf die alkoholfreie Gin-Alternative „Entgeistert“ kein Pfand erhoben wird. Konnte die Brennerei in erster Instanz noch jubeln, entschied die zweite Instanz zugunsten des Klägers. „Als das Pfandgesetz geschaffen wurde, gab es schlicht noch keine sog. alkoholfreien Spirituosen. Die fehlende Pfandregelung hier ist eine Gesetzeslücke. Und genau das hat sich der Verband mit dem Namen ‚Sozialer Wettbewerb‘ gnadenlos zunutze gemacht und gegen uns geklagt“, sagt Gründer Maximilian von Pückler. Um den entstandenen Schaden, Verkaufsstopp und Gerichtskosten, von 68.000 Euro abzufedern, hat The Duke ein Crowdfunding über Startnext gestartet. „Und jetzt fragt ihr Euch bestimmt, warum wir das Pfand nicht einfach einführen. Ganz einfach: Supermärkte nehmen uns die Flaschen mit Pfand nicht ab, und es gibt auch kein Gesetz, das sie dazu verpflichtet“, so Maximilian von Pückler.

Kultlikör Küstennebel wird 40 Jahre alt

40 Jahre Küstennebel
Bild: Waldemar Behn

Im Jahr 1985 kreierte das norddeutsche Familienunternehmen Waldemar Behn den heute kultigen Küstennebel – eher per Zufall, wie es heißt. „Unser damaliger Destillateur hatte in einem kreativen Moment mit Anis und Kräutern experimentiert – das Ergebnis war ein trüber Schnaps, den er meinem Vater zum Verkosten vorstellte“, erinnert sich Rüdiger Behn, geschäftsführender Gesellschafter von Waldemar Behn. Zunächst verkaufte man den Likör in kleinen Bügelflaschen an Urlauber an der Küste. Doch zügig sollen Konsumenten per Briefpost nach größeren Flaschen verlangt haben. Den entscheidenden Durchbruch führt Waldemar Behn auch auf gezielte Spots im damals in Deutschland noch gänzlich neuen privaten Hörfunk zurück.