Ouzo Plomari im Test: Klassiker mit hoher Reinheit

Die Geschichte des Ouzo Plomari reicht bis in das Jahr 1894 zurück. In besagtem Jahr entwickelte Isidoros Arvanitis die Rezeptur, nach der der Ouzo noch heute in der Destillerie Isidoros Arvanitis nahe der Ortschaft Plomari auf der griechischen Insel Lesbos unverändert hergestellt werden soll. Die Zusammensetzung der Rezeptur ist in weiten Teilen unbekannt. Die Rede ist von 15 Zutaten, darunter Sternanis aus eigenen Gärten bei Lisvori auf Lesbos, Fenchel, Zimt, Muskatnuss und Mastix. Auch das Wasser aus den Quellen des Sedounta Flusses und das Salz aus den Seen von Kalloni werden hervorgehoben. Im Zuge einer zweifachen Destillation auf als klein beschriebenen Alambics stoßen die Zutaten in zwei Gruppen hinzu. Schenkt man inoffiziellen Angaben Glauben, wird mit 20 Gramm Zucker pro Liter nachgesüßt. In die Flasche gelangt der Ouzo mit einem Alkoholvolumen von 40 Prozent. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Plomari-Übersichtsseite zu finden.

Optik / Flasche

Ouzo Plomari

Abgefüllt wird der klare Ouzo Plomari in die für die Marke typische Weißglasflasche, die über eine schlanke und zugleich sehr hohe Formgebung aufweist. Der zylindrische Körper mündet über rundliche Schultern hinweg in einen sehr langen Hals.
Als Verschluss dient ein in klaren Kunststoff eingefasster Naturkorken.
Von vorne betrachtet, fallen das Gründungsjahr 1894 und die Abbildung eines Weinblatts mittig auf der Höhe der Schultern auf. Die Vorderseite überzieht ein sehr großes Etikett, das einen sandfarbenen Grundton besitzt und blau sowie weiß umrahmt ist. Weiter zieren das Etikett das Logo, der Schriftzug von Ouzo of Plomari, der Name des Gründers und das Gründungsjahr. Im unteren Bereich des Etiketts wird auf die vollständige Destillation auf Kupferbrennblasen hingewiesen.
Das kleinere Rücketikett ist mit einem Infotext bedruckt.

Geruch / Geschmack

In der Nase präsentiert sich der Ouzo Plomari rein und frisch mit viel Anis und kräftigem Fenchel. Mit etwas Zeit offenbart der Geruch auch ein wenig Zimt und etwas Mastix. Die Süße fällt stimmig aus.
Auch im Mund fällt der Ouzo rein und klar. Kraftvoll und doch weich sowie vollmundig mit Schmelz gelangen deutlicher Anis und intensiver Fenchel zur Entfaltung. Zügig stoßen milder Zimt, würziger Kardamom und etwas Mastix hinzu. Die angemessene Süße offenbart sogar kurzzeitig ein trockenes Mundgefühl.
Weiterhin eine wohldosierte Kraftentfaltung und seidige Vollmundigkeit im Nachhall. Recht lang verweilen noch Anis und Fenchel, Zimt und Mastix.


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Tastillery

Empfohlene Trinkweise

Hierzulande steht der Purgenuss von Ouzo und damit auch des Ouzo Plomari im Vordergrund. Prinzipiell kann dieser bei Zimmertemperatur erfolgen, erheblich verbreiteter ist allerdings eine starke Kühlung, die das Geschmacksprofil nicht wesentlich verfälscht.
Was das Mixen anbelangt, ist das Ouzo-Ritual zu nennen, bei dem der Ouzo mit Wasser aufgeschüttet und mit Eiswürfeln versetzt wird. Echte Drinks haben sich bisher nicht durchgesetzt.

Fazit

sehr gut

Der Ouzo Plomari aus der Destillerie Isidoros Arvanitis auf Lesbos gilt in seiner Heimat Griechenland als absoluter Bestseller. Wenig verwunderlich, denn der Ouzo liefert eine hohe Reinheit und ein klassisches Geschmacksprofil zu einem fairen Preispunkt.
Angeführt wird die Aromatik von sehr klaren Noten von Anis und Fenchel. Sukzessive offenbart weitere, vor allem würzige Aromen in einem insgesamt harmonischen Spiel. Auf der Habenseite steht eine angenehm kräftige Entfaltung, die mit einer gewissen Vollmundigkeit und einem leichten Schmelz einhergeht. Die Süße ist wohldosiert und lässt den Ouzo mitunter sogar trocken erscheinen. Im Fokus steht klar der Purgenuss – wahlweise bei Zimmertemperatur oder stark gekühlt. Das Design wirkt authentisch und qualitativ angemessen. Für die 0,7-l-Flasche werden lediglich rund 12 Euro fällig.

Das Sample wurde von uns selbst erworben. Weder die Marke noch der Vertrieb hatte einen Einfluss auf die Berichterstattung.

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