Eigens für die Gastronomie legte die familiengeführte Bimmerle Private Distillery, die Standorte im baden-württembergischen Sasbach und im nahen Achern betreibt, im Frühling 2020 den Needle Masterpiece Gin auf. Im Kern handelt es sich um den originalen Needle Blackforest Gin, einen Distilled Dry Gin aus zehn Botanicals wie den Nadeln der Gemeinen Fichte aus dem Schwarzwald, Wacholderbeeren, Piment, Koriandersamen, Ingwerwurzel, Lavendel, Zimt sowie Orangen- und Zitronenschalen. Um eine höhere Mixability zu erzielen, wird die Menge der Botanicals verdoppelt. Soweit bekannt, werden die Zutaten klassisch in Neutralalkohol mazeriert und auf modernen Kupferbrennblasen destilliert. Den Angaben nach ist die Destillation CO2-neutral, fossile Brennstoffe sollen nicht zum Einsatz kommen. Das Abfüllen geschieht mit einem im Vergleich zum Original von 40 auf 45 Prozent angehobenen Alkoholvolumen. Auf die Hinzugabe von Zucker wird verzichtet. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Bimmerle-Übersichtsseite zu finden.

Optik / Flasche
Erhältlich ist der klare Needle Masterpiece Gin in einer handlichen Flasche aus Grünglas. Der zylindrische Körper verfügt über Griffmulden, die wie Embossings auf Schulterhöhe stilisierte Fichtennadeln darstellen sollen. Über rundliche Schultern wird der Korpus mit einem mittellangen Hals verbunden.
Ein heller Kunstkorken, angebracht an einem dunklen Holzgriff, verschließt die Flasche. Auf dem Holzgriff findet man eine Zinnmünze vor, die stilisierte Fichtennadeln schmücken.
Das Logo, bestehend aus dem Markennamen und stilisierten Fichtennadeln, ziert das aus Zinn bestehende Etikett, das in eine Vertiefung auf der Vorderseite eingelassen ist.
Das Rücketikett hält einen Infotext zum Gin bereit.




Geruch / Geschmack
In die Nase steigt der Needle Masterpiece Gin angenehm kräftig sowie deutlich grün, waldig und würzig auf. Wacholder, Fichtennadeln und Piment, dazu Zitrone und etwas Lavendel, etwas Zimt und ein Touch Ingwer.
Der Geschmack erweist sich als recht kräftig, dazu wieder grün, waldig und würzig. Erneut vorne weg Wacholder, Fichtennadel und Piment. Daraufhin Zimt und Ingwer mit feiner Textur, gefolgt von Zitrone, einem Hauch Orange und zunehmend Lavendel in Richtung des Abgangs.
Der Abgang selbst fällt weich sowie waldig, würzig und zitrisch aus. Eine leicht ölige Vollmundigkeit ist vorhanden. Final noch Lavendel und Koriander. Mittellang bis lang.
Empfohlene Trinkweise
Aufgrund der angehobenen Intensität soll der Needle Masterpiece Gin noch mehr als der originale Needle Blackforest Gin für den Mix gemacht sein. Typische Drinks sind der „Gin Tonic“, der „Gin Fizz“ und der „Martini“, aber auch der „Negroni“.
Da die Kraft noch immer angenehm ist, kann der Gin auch pur bei Zimmertemperatur genossen werden.
Fazit
Der Needle Masterpiece Gin gilt als intensivierte Variante des Needle Blackforest Gins für die Gastronomie. So ist der Bimmerle Private Distillery gelungen, einen runden Gin noch attraktiver zu machen, allerdings für einen erheblichen Aufpreis.
Die leicht zugängliche und überschaubar komplexe Aromatik wird von Fichtennadel und Wacholder bestimmt und von Zitrus und Lavendel, aber auch von Zimt und Ingwer eingerahmt. Die Kraftentfaltung ist deutlich, aber stets wohldosiert. Eine gewisse Öligkeit schwingt mit und sorgt auch für eine leichte Vollmundigkeit. Der Fokus liegt klar auf dem Genuss in Form eines Drinks, aber auch pur macht der Gin eine sehr gute Figur. Alles in allem ist der Needle Masterpiece Gin ein sehr guter Allrounder. Knackpunkt ist der Preis von rund 30 Euro für die modern und stilvoll gestaltete 0,5-l-Flasche, was im Vergleich zum Needle Blackforest Gin für 12 Euro je 0,5-l-Flasche einen nur bedingt vermittelbaren Aufpreis darstellt.
Das Sample wurde uns von Bimmerle ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.
Preisvergleich


