Mit dem Callington Mill Enigma hat im Herbst 2025 unter anderem das Aushängeschild der Callington Mill Distillery auf der zu Australien gehörenden Insel Tasmanien seinen Weg nach Deutschland gefunden. Dieser Tasmanian Single Malt Whisky wird von der Brennerei aus dem Malz lokaler Gerste gewonnen. Für die Reifung, deren Dauer mit mindestens fünf Jahren angegeben wird, werden explizit feuchte Ex-Sherry- und Ex-Port-Casks genutzt. Anders als in weiten Teilen Australiens herrscht auf Tasmanien ein eher mildes bis kühles Klima. Das Abfüllen geschieht mit einem Alkoholvolumen von 40 Prozent, ohne Kältefiltration und ohne Farbstoff. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Callington-Mill-Übersichtsseite zu finden.
Optik / Flasche

Die Flasche, in die der rötlich-bernsteinfarbene Callington Mill Enigma abgefüllt wird, besteht aus Weißglas. Der zylindrische Körper steht auf einem recht massigen und auch breiteren Sockel. Derweil führen rundliche Schulter zu einem eher langen und auch leicht bauchigen Hals.
Verschlossen wird die Flasche von einem Kunstkorken, der an einem schwarzen Holzgriff befestigt ist. Auf dem Griff erblickt man das Logo der Marke, bestehend aus stilisierten Windmühlenflügeln.
Einmal mehr ist das Logo auf einer Metallplakette vorne auf der Höhe der Schultern zu sehen. Den Körper ziert zudem ein großes Etikett, das von der Vorderseite über die Seite rechts zur Rückseite verläuft. Der Grundton ist blau, der Aufdruck ist weiß gehalten. Neben dem Logo und dem Markennamen findet man vorne die Bezeichnung des Single Malts vor. Auf der Seite und hinten trifft man einen Infotext über die Brennerei und den Single Malt an. Außerdem ist die Signatur des Gründers John Ibrahim angebracht.
Die Geschenkverpackung setzt sich aus einer Papphülle und einem schwarzen Metalldeckel sowie -boden zusammen. Optisch orientiert sich die Hülle am Look des Flaschenetiketts.





Geruch / Geschmack
In der Nase präsentiert sich der Callington Mill Enigma recht sanft nach Karamell, Vanille, Honig und Trockenfrüchten. Dann stoßen Kakao, getoastetes Eichenholz, Zimt und ein Hauch Bittermandel sowie eine Mineralität hinzu.
Der Geschmack ist sehr weich und vollmundig nach Trockenfrüchten wie Rosinen, Sirup, Karamell und Vanille. Weiter entwickelt sich eine milde Würze aus getoastetem Eichenholz, sanftem Pfeffer, Zimt und Mineralien.
Im mittellangen Nachhall erweist sich der Single Malt viskos, voll und weich. Noch einmal vernimmt man Trockenfrüchte wie Rosinen, Sirup, Karamell und Vanille, eine dezente Eichenwürze und Zimt.
Mit wenigen Tropfen stillen Wassers wird der Single Malt trockener und zurückhaltender, verstärkt mit Kakao und einem Hauch Tabak.
Geschmacklich jetzt noch weicher, allerdings etwas verwaschen und unstrukturiert.
Der Abgang ist sehr süffig, bei noch wenig Profil. Insgesamt schwächer und kürzer.
Empfohlene Trinkweise
Da der Callington Mill Enigma so weich ausfällt und leicht zugänglich ist, dürfen sich vor allem auch Einsteiger angesprochen fühlen. Allerdings kommen auch Enthusiasten durchaus auf ihre Kosten. Die Kombination mit wenigen Tropfen stillen Wassers macht den Single Malt zwar noch süffiger, aber es geht auch viel Struktur und Kraft verloren.
Wer möchte, kann den Single Malt auch für den ein oder anderen Drink nutzen. Typische Klassiker sind der „Whisky Sour“, der „Manhattan“ oder der „Old Fashioned“.
Fazit
Der Callington Mill Enigma führt das Sortiment der Callington Mill Distillery auf der zu Australien gehörenden Insel Tasmanien an. In feuchten Ex-Sherry- und Ex-Port-Casks gereift, fällt der Tasmanian Single Malt Whisky mit seinem weichen und süßlichen Geschmacksprofil durch einen besonders geringen Trinkwiderstand auf.
Ob in der Nase oder am Gaumen – der Single Malt präsentiert sich durch und durch weich. Dabei ist eine recht üppige Süße, geprägt von Trockenfrüchten und Karamell, allgegenwärtig. Für etwas Abwechslung sorgt eine eher sanfte Würze unter anderem von Eichenholz. Zwar ist die Aromatik leicht zugänglich, als sonderlich komplex erweist sie sich jedoch nicht. Neben Enthusiasten, die über die fragwürdige Verwendung feuchter Fässer hinwegsehen können, will man allem Anschein nach Einsteiger für den Purgenuss gewinnen. Das Design macht einen aufgeräumten und hochwertigen Eindruck. An die 0,7-l-Flasche gelangt der Genießer für einen angemessenen Preis von rund 43 Euro – Geschenkverpackung inklusive.
Das Sample wurde uns von Kirsch Import ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.
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