Bottega Limoncello im Test: Leicht zitronig, doch schwer süß

Das Familienunternehmen Bottega in Bibano in der italienischen Region Venetien zeichnet neben diversen Fruchtlikören auch für einen Limoncello di Sorrento verantwortlich. Für den Bottega Limoncello werden ausschließlich geografisch geschützte Sorrent-Zitronen von den Hainen der Insel Capri und der nahen Halbinsel von Sorrent in Kampanien verarbeitet. Die Rede ist von 250 Gramm pro Liter. Die Zitronen werden geschält, vom Albedo befreit und für 30 Tage in Alkohol eingelegt. Anschließend erfolgt eine Filtration und die Anreicherung mit Zucker. Das Alkoholvolumen wird bei 30 Prozent eingestellt. Auf Farbstoff wird allem Anschein nach verzichtet. Mehr Informationen zur Marke und Destillerie der getesteten Spirituose sind auf der Bottega-Übersichtsseite zu finden.

Optik / Flasche

Bottega Limoncello

Den gelblichen und doch auffällig klaren Bottega Limoncello füllt man in eine weiß eingefärbte Weißglasflasche ab. Die Form der Flasche zeichnet eine nur geringe Tiefe und dafür eine außerordentliche Breite aus. Der Sockel ist sehr klein, von diesem aus geht der Körper allmählich in die Breite, um dann allmählich in einen langen Hals überzugehen.
Verschlossen wird die Flasche von einem hellen Kunstkorken, an dem sich direkt auch ein heller Kunststoffgriff befindet. Den Hals umgeben Reste einer blauen Schrumpfkaspel. Vorne ist zudem ein Aufkleber mit einem mediterranen Muster angebracht.
Die Vorderseite der Flasche überzieht ein Etikett mit dem Foto von Zitronen, der Bezeichnung des Likörs in Blau und dem Namen des Familienunternehmens in einem schimmernden Goldfarbton.
Hinten liefert das Etikett ein paar Eckdaten zum Likör.

Geruch / Geschmack

Frisch und klar erreicht der Bottega Limoncello die Nase. Bemerkbar ist eine seidige Textur. Im Vordergrund stehen deutliche Zitronennoten, flankiert von einer akzeptablen Süße.
Im Mund erweist sich der Likör als ziemlich viskos, vollmundig und leicht warm. Die Zitrone ist mittelstark ausgeprägt mit verhaltener Frische. Allgegenwärtig ist die recht schwere Süße vorhanden.
Der Nachhall fällt vergleichsweise kurz aus. Mittelkräftig klingt die Zitrone mit recht präsenter Süße, teils schwer und sehr viskos nach.


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Tastillery

Empfohlene Trinkweise

Wer es süß mag, kann den Bottega Limoncello pur genießen. Von Bottega stammt die Empfehlung des Genusses aus dem Gefrierfach.
Naheliegend ist das Mixen von Drinks wie mit Tonic Water oder in Form einer „Spritz“-Variante.

Fazit

gut

Der Bottega Limoncello wird vom italienischen Familienunternehmen Bottega ausschließlich aus geografisch geschützten Sorrent-Zitronen hergestellt. Was vielversprechend klingt, wird im Ergebnis von einer recht schweren Süße dominiert.
Während die Zitrone in der Nase noch frisch im Vordergrund zur Geltung kommt, rückt sie geschmacklich in Richtung Hintergrund. Die Frische ist verhalten, dafür ist die Süße allgegenwärtig. Damit einher geht eine Vollmundigkeit und Viskosität. Zu empfehlen ist der Genuss im Drink, ansonsten pur und eiskalt – sofern man es süß mag. Das Design punktet wiederum optisch durch Einzigartigkeit und Stil. Der Preis, der bei 12 Euro für die 0,5-l-Flasche liegt, wird zwar den eingesetzten Zitronen, aber nicht dem finalen Geschmacksprofil gerecht.

Das Sample wurde uns von Bottega ohne Vorgaben hinsichtlich einer Berichterstattung zur Verfügung gestellt.

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