Marke

Marke: Matusalem

1872 gründeten die zwei spanischen Brüder Benjamin und Eduardo Camp zusammen mit ihrem Partner Evaristo Alvarez die Matusalem Destillerie auf Kuba. Ihr Vorhaben, einen sanften und hochqualitativen Rum herzustellen, war inspiriert durch den Alterungs- und Herstellungsprozess von Brandy und Cognac. Um das Alter ihres Rums zu unterstreichen, nannten die Gründer ihre Firma nach Methusalem, dem mit 969 Jahren ältesten Menschen laut Bibel. Die geheime Formel für die Herstellung des Rums wird nun seit über 140 Jahren jeder Generation weitervererbt. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war die Marke international bekannt. In den 1960er Jahren wurde der Familie die Kontrolle über die Marke durch das Regime von Fidel Castro entzogen. Erst Mitte der 1990er Jahre gelang es dem Urenkel des Firmengründern, die Marke wieder in seinen Besitz zurückzuholen. Von nun an wurde in der dominikanischen Republik destilliert. Mittlerweile befindet sich Matusalem in den Händen der fünften Generation.

Grand Marnier

Marke: Grand Marnier

Die Entstehungsgeschichte des Grand Marnier begann im Jahr 1827, als Jean-Baptiste Lapostolle im französischen Neauphe-le-Château eine Destillerie eröffnete, um Fruchtliköre zu produzieren. Im Jahr 1876 heiratete seine Enkelin Louis-Alexandre Marnier, den Sohn einer Winzerfamilie, was zur Gründung der Familie Marnier Lapostolle führte. Louis-Alexandre Marnier-Lapostolle hatte die Idee, Cognacs mit der aus der Karibik stammenden Orangenart „Citrus bigaradia“ zu blenden – Orangen waren zu dieser Zeit Luxuswaren. Beflügelt von dieser Idee kreierte Louis-Alexandre Marnier-Lapostolle 1880 seinen ersten Likör. Dieser sollte ursprünglich auf den Namen Curaçao Marnier hören. Jedoch war sein Freund, der bekannte Hotelier César Ritz, von dem Geschmack des Likörs so begeistert, dass dieser den Namen Grand Marnier vorschlug. Die Produktion des Cognacs findet im französischen Schloss Château de Bourg-Charente statt, während sich der Grand-Marnier-Unternehmenssitz in Paris befindet. Der Grand Marnier wurde bei nationalen und internationalen Wettbewerben wie zum Beipspiel den Universal Expositions 1893 in Chicago und 1900 in Paris mit mehreren Medaillen ausgezeichnet. Der Grand Marnier wird in Deutschland und in zahlreichen weiteren Märkten durch den Getränkekonzern Diageo vertrieben. Heute ist er in über 150 Ländern verfügbar und damit einer der verbreitetsten französischen Liköre.

Boar

Marke: Boar

Im Jahr 2016 wurde die Marke Boar von der The Blackforest Boar Distillery in Bad Peterstal im Schwarzwald ins Leben gerufen. Hinter der Distillery steht die Brennerei Kessler, die ein bis in das Jahr 1844 zurückreichendes Brennrecht besitzt. Der namensgebende Begriff „Boar“ ist nicht nur Englisch für „Eber“, sondern soll auch die emotionale Reaktion beim Genuss des Gins widerspiegeln.

Bruichladdich

Marke: Bruichladdich

1881 wurde die Bruichladdich Distillery an der Meeresbucht Lochindaal auf der schottischen Insel Islay von der Familie G. Harvey gegründet. Im Jahr 2000 übernahm Mark Reyiner die Brennerei und rettete diese vor dem Verfall. Als eine von nur noch wenigen Whisky-Brennereien erfolgt die Abfüllung bei Bruichladdich noch in eigenem Haus. Bruichladdich ist auch für die Produktion der Marken Port Charlotte und Octomore verantwortlich.

Berliner Brandstifter

Marke: Berliner Brandstifter

Der gebürtige Berliner Vincent Honrodt gründete im Jahr 2009 die Marke Berliner Brandstifter. Der Gründer trat damit in die Fußstapfen seines Urgroßvaters, der bereits im frühen 20. Jahrhundert privat für Familie und Freunde brannte. Den Anfang machte Vincent Honrodt mit einem Kornbrand.

Bulldog

Marke: Bulldog

Der Launch des Bulldog London Dry Gin erfolgte 2007 in Nordamerika und 2009 in Westeuropa. Der ehemalige Investment Banker Anshuman Vohra kreierte den Gin, der in einer englischen Brennerei hergestellt wird. Die Marke wurde von der Gruppo Campari übernommen.

Marke

Marke: New Amsterdam

New Amsterdam ist eine Marke des kalifornischen Unternehmens E.&J. Gallo Winery. Im Jahr 2007 startete das Portfolio mit einem Gin, gefolgt von einem Vodka sowie Flavoured Vodkas in 2011. Die Bezeichnung „New Amsterdam“ ist ein Verweis auf den ursprünglichen Namen von New York City.

Marke

Marke: Tanqueray

Tanqueray ist eine britische Gin-Marke, die 1830 von Charles Tanqueray gegründet wurde und im Londoner Stadtteil Bloomsbury ihren Gin herstellte. Im Jahr 1847 startete der Export in die britischen Kolonien. In den folgenden Jahrzehnten erlangte die Marke auch in den USA Bekanntheit und wurde dort bevorzugt für den Dry Martini verwendet. Im zweiten Weltkrieg kam es zur weitestgehenden Zerstörung der Tanqueray-Destillerie, lediglich ein Brennkessel – der bis heute in Gebrauch ist – blieb erhalten. Der Hauptteil der Produktion wurde mittlerweile nach Schottland verlagert. Der Gin von Tanqueray wird von Diageo mittlerweile weltweit vermarktet.

Brasilberg

Marke: Brasilberg

Brasilberg gibt es in Brasilien bereits seit 1933. In diesem Jahr gründete Dr. Paul Underberg, ein bereits im Jahr zuvor ausgewanderter Enkel des Underberg-Firmengründers, eine eigene Fabrik in Brasilien. Damals benannte der Auswanderer den noch nach dem Originalrezept hergestellten Kräuterbitter „Underberg do Brasil“. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gefolgt von Importschwierigkeiten der Kräuter suchte Paul Underberg nach Ersatz aus dem reichen Kräuterbestand des nahen Amazonasgebiets.

Captain Morgan

Marke: Captain Morgan

Die Captain Morgan Rum Company wurde 1944 vom Seagram Präsidenten Samuel Bronfman gegründet. Der Firmen-Name nimmt Bezug auf Henry Morgan, einem bekannten walisischem Freibeuter aus dem 17. Jahrhundert, der besonders in karibischem Gewässer auf Raubzüge ging. Samuel Bronfman erwarb für die Produktion des Rums die Long Pond Destillerie aus dem Besitz der Regierung Jamaikas. Zusätzlich kaufte der Seagram Präsident von den ansässigen Levi-Brüdern – zwei Apothekern – ein Familienrezept für aromatisierten Rum ab, um dieses für den Captain Morgan Rum anzuwenden. Im Jahr 1950 verkaufte das Seagram Unternehmen die Destillerie an die Serralles Group, 2001 folgte der Verkauf der Marke Captain Morgan an den Spirituosen-Konzern Diageo. Mit etwa 54 Millionen Litern gehörte Captain Morgan im Jahre 2004 zu den meistverkauften Rum-Sorten der Welt. Die Produktpalette Captain Morgans umfasst in den USA insgesamt acht verschiedene Sorten, unter anderem den Original Spiced Gold, den Silver Spiced Gold, den Private Stock und den 100 Proof Spiced Gold. In Deutschland ist hauptsächlich der Original Spiced Gold vertreten. Offiziell ist noch der Black Label eingeführt worden, der sich aber noch nicht etablieren konnte. In wenigen Online-Shops sind zudem der Private Stock und der Kokos-Likör Parrot Bay zu haben.

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Bacardi

Marke: Bacardi

Die Destillerie Bacardi & Ca. wurde 4. Februar 1862 in Santiago de Cuba vom Spanier Facundo Bacardi i Masso gegründet. Bedeutsame Bekanntheit erlangte er durch die erstmalige Filtrierung mit Holzkohle, um so einen weißen Rum herzustellen. Außerdem bewirkte der gebürtige Katalane eine massive Qualitätssteigerung von Rum. Mit dem Jahr 1910 begann Bacardi sich mit der ersten Abfüllanlage außerhalb Kubas international zu positionieren und war damit auch gleichzeitig das erste multinational operierende Unternehmen Kubas. In den Folgejahrzehnten reihten sich dem weitere neue Standorte an. Die Revolution durch Castro 1959 veranlasste Bacardi zur Emigration in die USA und die Verlagerung der Rezepturen sowie Markenrechte auf die Bahamas. Wenige Jahre später wechselte der Hauptsitz auf die Bermudas, Herstellungsorte sind bis heute vor allem in Puerto Rico und Mexiko. Die Rum-Produktion konnte fortgesetzt werden, während das Unternehmen begann, vor allem in Europa mit anderen Spirituosen das Geschäft auszuweiten. Speziell zum Millenium übernahm Bacardi zahlreiche namhafte Marken und deren Vertrieb. Seit den 1970er-Jahren zählt die Rum-Marke Bacardi zu den weltweit erfolgreichsten Spirituosen überhaupt, der Konzern Bacardi ist mit seinem umfangreichen Portfolio und zahlreichen Produktionsstätten zudem der größte Spirituosen-Hersteller in Privatbesitz. Das Logo von Bacardi, das eine Fledermaus zeigt, wählte der Gründer aufgrund der unzähligen Fledermäuse unter dem Dach der ersten Destillerie in Santiago de Cuba. Fledermäuse galten in Spanien als Glücksbringer und finden so noch heute auf jeder Bacardi-Rum-Flasche ihren Platz.

Marke

Marke: Penninger

Die Hausbrennerei Penninger bei Hauzenberg in Bayern kann auf eine über hundertjährige Tradition in der Herstellung von Spirituosen zurückblicken. Ihr bekanntestes Produkt ist nach wie vor der Penninger Blutwurz. Das Unternehmen befindet sich in Familienbesitz und wird heute von Stefan Penninger geleitet. Im Frühjahr 2014 brachte Penninger den Granit Bavarian Gin auf den Markt. Damit ist der Granit Bavarian Gin der zweite Gin in der Produktpalette des Traditionshauses nach dem Doppelwacholder, der in den 1960er-Jahren im Sortiment war.

Marke

Marke: Russian Standard

Erst 1992 ist Russian Standard Vodka auf dem Spirituosenmarkt erschienen. Die Wodka-Marke wurde vom Wirtschaftsmagnaten Rustam Tariko in St. Petersburg gegründet. Einer nicht belegten Theorie nach stammt das Rezept des Russian Standard Vodkas von Dmitri Iwanowitsch Mendelejew, einem russischem Wissenschaftler, der mithalf das chemische Periodensystem festzulegen. Die Marke Russian Standard Vodka gewann in Kürze bedeutende Marktanteile: 2006 betrug der Marktanteil in Russland über 60 Prozent. Der Russian Standard Vodka will in vielerlei Hinsicht die Bedeutung des Wodkas für die russische Kultur, Tradition und Wirtschaft übermitteln. Doch spielt für die Wodka-Marke auch der Spagat zur Moderne eine wichtige Rolle.

Havana Club

Marke: Havana Club

Das erste Mal kam der Havana Club Rum 1935 auf, als José Arechabala unter diesem Namen den Rum aus seiner Destillation zu vermarkten begann. Die Destillerie des gebürtigen Spaniers bestand allerdings bereits seit 1878 und befand sich in Cardenas auf Kuba. Schon von Anfang an exportierte er den Havana Club mit Erfolg in die USA und ließ sich dort die Markenrechte eintragen. Die Geschichte des einstigen Familienunternehmens nahm ein jähes Ende, als 1959 im Zuge des Regimes um Fidel Castro das Unternehmen verstaatlicht und die Familie somit zwangsenteignet wurde. Schließlich im Jahr 1970 wurde die Produktion von der Destillerie in Cardenas zu einer neuen in Santa Cruz del Norte verlagert. Seit 1993 übernimmt der Konzern Pernod Ricard den Vertrieb von Havana Club Rum und exportiert mittlerweile in 125 Länder, was die Marke international etabliert hat. Da ein US-Embargo gegen Kuba seit der Revolution durch Fidel Castro besteht, ist seitdem der Verkauf von Havana Club Rum in die USA verboten. Für den US-amerikanischen Vertrieb hat sich die Bacardi Gruppe die Rechte für den Markennamen gesichert.

Ferdinand's

Marke: Ferdinand’s

Ende 2013 wurde die deutsche Marke Ferdinand’s gegründet. Die Produzenten sind Andreas Vallendar, Master Distiller und Inhaber der Avadis Distillery im rheinland-pfälzischen Wincheringen, und Dorothee Zilliken, Leiterin Weingut Forstmeister Geltz-Zilliken in Saarburg. Gewidmet ist der Gin dem Königlich-preußischen Forstmeister Ferdinand Geltz, der von 1851 bis 1925 lebte und Mitbegründer des „Vereins der Naturweinversteigerer Großer Ring“ – heute VDP Mosel-Saar-Ruwer – war.

Marke

Marke: NB Gin

Das Ehepaar Muir erfüllte sich mit dem Launch des NB Gin Ende 2013 einen Traum. Die Gründung der NB Distillery – einer Mikrodestillerie im schottischen North Berwick – begannen Steve und Vivienne Muir in einer einfachen Küche in den eigenen vier Wänden.

Marke

Marke: Olmeca

Olmeca Tequila wurde 1967 im Herzen von Los Altos, im mexikanischen Hochland auf einer Höhe von 2104 Metern, gegründet. Benannt wurde die Marke nach der etwa 3000 Jahre alten Kultur der Olmeken, die im mexikanischen Hochland ihren Ursprung gehabt haben soll, später jedoch vor allem an der Südküste des Golfs von Mexico anzutreffen war. Heute gehört Olmeca Tequila zur Pernod Ricard Gruppe und wird von ihr in bis zu 80 Ländern vertrieben. Alle Flaschen der Marke Olmeca werden aber nach wie vor in Mexico abgefüllt. In Mitteleuropa, Ostafrika und dem Mittleren Osten ist Olmeca einer der meistverkauften Tequilas. Weltweit belegt er in diesem Ranking Rang vier. Eine Besonderheit von Olmeca ist die Zugehörigkeit zur „Tahona Society“. Diese Gesellschaft, bestehend aus passionierten Barkeepern und Tequila-Liebhabern weltweit, hat sich zur Aufgabe gemacht die althergebrachte Herstellung von Tequila – the Tahona – zu bewahren und wieder in Erinnerung zu rufen. Weltweit hat diese Gruppe ca. 300 Mitglieder, die eine spezielle Ausbildung der „Tahona Society“ genossen haben. Diese Gesellschaft sorgt für die einzigartige Herstellung des Olmeca Tequila, bei dem die Agavenpflanzen durch große Walzen aus Vulkangestein zerkleinert werden. Ein kleiner Anteil, des in diesem Verfahren hergestellten Tequilas, gelangt beigemischt in die günstigen Produkte, zu 100% in die hoch prämierten Olmeca Tezón Tequilas. Der Gründer der „Tahona-Society“ Henry Besant hat in Zusammenarbeit mit Olmeca´s „Master Distiller“ Jesus Hernandez sogar eine eigene Tequila-Serie, die Olmeca Altos, hergestellt und auf den Markt gebracht.

Longmorn

Marke: Longmorn

Die Longmorn Distillery wurde im Jahr 1894 von John Duff, Charles Shirres und George Thomas bei der Stadt Elgin in der schottischen Speyside innerhalb der Highlands gegründet. Zusammen mit der Brennerei ließ John Duff eine Eisenbahnstation zur Anlieferung der Zutaten errichten. In Erinnerung daran ziert die Abbildung einer Dampflok das Logo der Marke.

Dalmore

Marke: Dalmore

Die Dalmore Distillery wurde 1839 von Alexander Matheson hoch im Norden Schottlands, auf der Ostseite der Highlands, in dem kleinen Ort Alness nördlich von Inverness gegründet. 1867 übernahm der Mackenzie-Clan die Leitung der Brennerei. Dieser führte das bis heute bekannte Markenzeichen von The Dalmore ein, das Geweih eines Zwölfenders, das auf einen Urahn des Mackenzie Clans zurückgeht. Besagter Urahn bewahrte im Jahr 1263 den König Alexander III. vor dem Tod durch einen Hirsch, infolgedessen seiner Familie in Dankbarkeit gestattet wurde, den Zwölfender – ein eigentlich exklusives Symbol des Königshauses – im Wappen zu führen. Während des Ersten Weltkriegs und bis in die 1920er-Jahre stand die Produktion still. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts begann der Verkauf der Brennerei an internationale Konzerne.

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Asbach

Marke: Asbach

Bei Asbach handelt es sich um eine bedeutsame deutsche Traditionsmarke. Im Jahre 1892 gründete Hugo Asbach in Rüdesheim am Rhein das Unternehmen, das heute den ältesten Weinbrand Deutschlands produziert. Damals noch Cognac genannt, war Hugo Asbach der Begründer der Bezeichnung „Weinbrand“, da es Restriktionen des Versailler Vertrages notwendig machten. Bis heute ist der Asbach jedem ein Begriff und in jeder gut ausgestatteten Bar anzutreffen. Im Volksmund ist der deutsche Weinbrand eher nur unter dem Markennamen „Asbach“ bekannt.

Marke

Marke: The Quiet Man

Als The Quiet Man hat Distillery Manager Ciaran Mulgrew eine von seiner Spirituosenfirma Niche Drinks in Nordirland gegründete Whisky-Marke betitelt. Die Markteinführung erfolgte im Jahr 2015. Das sich bis dahin mit irischen Sahnelikören befasste Unternehmen stellt die Whiskys zunächst auf der Basis von eingekauftem New Make her, bis eine eigene ab Herbst 2016 im Bau befindliche Craft Distillery die Herstellung aufnehmen kann. Die Namensgebung erinnert an Ciaran Mulgrew’s Vater, John Mulgrew, welcher über 50 Jahre in Bars und Pubs in und um Belfast arbeitete, und währenddessen nie die privaten Geschichten seiner Gäste weitererzählt haben soll.

Marke

Marke: O’Donnell

Unter dem Namen O’Donnell Moonshine hat der Berliner Gründer August Ullrich zum Jahresende 2013 einen Kornbrand gelauncht. Während von August Ullrich die Idee stammt, ist es die Gebr. Sünner GmbH & Co. KG Brauerei und Brennerei in Köln, welche die Herstellung übernimmt. Als Moonshine wird in den USA der überwiegend nachts illegal gebrannte Alkohol bezeichnet. Von der Prohibition bis heute wird in den vergessenen Winkeln der „Appalachian Mountains“ nach altbewährten Rezepten Moonshine destilliert – inzwischen auch in zugelassenen Brennereien nach den höchsten Standards. Benannt ist der Kornbrand nach Edward „Spike“ O’Donnell, dessen Chicagoer „South Side O’Donnell“-Gang während der Prohibition den illegalen Alkoholvertrieb im großen Stil betrieb und sich jahrelange Kriege mit konkurrierenden Gangs lieferte.

Marke

Marke: Wint & Lila

Die Marke Wint & Lila gehört dem Unternehmen Casalbor mit Sitz in der spanischen Hafenstadt Puerto de Santa María bei Cadiz. Der Markenname erinnert an Juan de Wint und Margarita de Lila, die im Jahr 1646 die Compania de Indias in Cadiz gründeten und damit die Hafenstadt zu einem wichtigen Knotenpunkt im Überseehandel machten.

Finsbury

Marke: Finsbury

Finsbury ist eine im Jahr 1740 von Joseph Bishop in London gegründete Marke für Gin. Der nach dem Londoner Stadtteil Finsbury benannte Gin wird nach einer Rezeptur der Familie Bishop hergestellt. Im Jahr 1994 wurde die Destillerie von dem Hamburger Spirituosenkonzern Borco-Marken-Import übernommen.

Marke

Marke: Wodka Gorbatschow

Wodka Gorbatschow ist eine am 28. April 1921 in Berlin gegründete Marke. An diesem Datum erhielt der wenige Jahre zuvor aus St. Petersburg in Russland emigrierte Leontowitsch Gorbatschow seine Genehmigung Wodka zu brennen. Bereits in seiner alten Heimat brannte Leontowitsch Gorbatschow. Inzwischen gehört der Wodka zur Henkell & Co. Sektkellerei, die wiederum Bestandteil des Unternehmens Dr. Oetker ist.

Jura

Marke: Jura

Die Jura Destillerie schaut auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1810 baute Archibald Campbell die erste Destillerie in Craighouse auf der Isle of Jura. Die Insel liegt vor der Küste Schottlands, circa 60 Meilen westlich von Glasgow, direkt neben der Insel Islay. 1884 kam es zur Restaurierung, bevor die Brennerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu einer Ruine verkam. Erst in den 1950er Jahren planten die wenigen hundert Menschen auf der Insel – die sogenannten Diurachs – die Ruine wieder neu aufzubauen, um vor allem Jobs zu schaffen. So eröffnete 1963 die bis heute stehende Destillerie, die in der Zwischenzeit bereits mehrere Besitzerwechsel hinter sich hat.

Marke

Marke: Tschin

Hinter der Marke Tschin steckt die im schweizerischen Fricktal gelegene Brennerei Käsers-Schloss. Edelbrenner Ruedi Käser hat neben Destillaten und Likören auch eigene Whiskys sowie seit 2014 den Tschin genannten Gin im Angebot.

Ardbeg

Marke: Ardbeg

Die Ardbeg Destillerie wurde 1815 von John McDougall im Süden der schottischen Insel Islay nahe der Ortschaft Port Ellen gegründet. Noch bis 1959 in Familienbesitz, kam es 1981 zur Stilllegung des Betriebs. 1989 begann wieder die Produktion bis zur erneuten Schließung im Jahr 1996. Seit der Übernahme durch die The Glenmorangie Company 1997 ist die Ardbeg Destillerie wieder aktiv.

Laphroaig

Marke: Laphroaig

Im Jahr 1815 kauften die Brüder Donald und Alexander Johnston ein Grundstück auf der schottischen Insel Islay um Viehzucht zu betreiben. Das Grundstück wurde aufgrund seiner Lage als Laphroaig für „Senke an der breiten Bucht“ bezeichnet. Das Brennen von Whisky praktizierten die Eigentümer zunächst nur nebenher aus überschüssiger Gerste. Der Whisky kam gut an und schnell zeigte sich, dass das Brennen profitabler ist als die Viehzucht. In den 1870er-Jahren begannen die Streitigkeiten mit der nahegelegenen Lagavulin Destillerie im Besitz von Mackie and Co. Der Konflikt eskalierte endgültig im Jahr 1907 als Mackie and Co. für eine kurze Zeit die Wasserzufuhr von Laphroaig blockiert. Des Weiteren versuchte man 1908 mit Hilfe des abgeworbenen Laphroaig Head Brewer die Brennblase von Laphroaig für die Lagavulin Destillerie zu kopieren – es zeigte sich aber, dass sie den Whisky nicht kopieren konnten. Mit Ian Hunter an der Spitze wurde die Destillerie 1921 umfangreich erweitert. 1923 kamen bei Laphroaig, so früh wie bei kaum einer anderen schottischen Destillerie, Bourbonfässer aus amerikanischer Weißeiche zum Einsatz. 1929 wurde der Export weltweit gesteigert. Mit seinem Tod im Jahr 1954 übertrug Ian Hunter, der letzte der Familienlinie, die Geschäftsführung seiner langjährigen Angestellten und Vertrauten Bessie Williamson. Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, verkaufte sie Laphroaig in den 1960er-Jahren an das schottische Unternehmen Long John International. Heute gehört die Marke Laphroaig zu Beam Suntory.

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Marke

Marke: Ramazzotti

Der erst 24-jährige italienische Apotheker Ausano Ramazzotti experimentierte in seinem Mailänder Geschäft mit Wurzeln, Kräutern und Alkohol. Durch sein Wissen über Pflanzen und seine Erfahrungen im Likör- und Weinhandel gelang es ihm, im Jahr 1815 einen Kräuterlikör zu kreieren, dem er seinen Nachnamen widmete. Vom Geschmack und der wohltuenden Wirkung überzeugt, bot Ausano Ramazzotti seinen Kräuterlikör in seinem Geschäft an. Die Resonanz der Kunden war beeindruckend. Während in Mailand zur selben Zeit zahlreiche Kaffeehäuser eröffneten, ergriff der junge Apotheker die Chance, und eröffnete 1848 seinerseits ein Lokal. Dort schenkte er allerdings Amaro Ramazzotti anstatt Kaffee aus und erlangte damit Bekanntheit. Nach seinem Tod im Jahr 1866 verhalfen die Erben von Ausano Ramazzotti der Marke Ramazzotti zu nationalem Erfolg. 1872 wurde die Produktion in einen größeren Neubau in der Via Canonica verlegt. Im Jahr 1877 firmierten die Enkel von Ausano Ramazzotti das Unternehmen unter dem Titel Fratelli Ramazzotti neu – das italienische Wort fratelli bedeutet Brüder bzw. Geschwister. Immer wieder wurde die Produktionsstätte ausgebaut, um auch der stark wachsenden Nachfrage im Ausland zu entsprechen. 1985 übernahm der Spirituosen-Konzern Pernod Ricard das Unternehmen Fratelli Ramazzotti. Vier Jahre später ging der Vertrieb des italienischen Kräuterlikörs in Deutschland ebenfalls an Pernod Ricard Deutschland über. 1996 kam es zu einer Umsiedlung der Produktion nach Canelli in der Provinz Asti.

Lepanto

Marke: Lepanto

Manuel Maria Gonzalez kam 1835 nach Jerez de la Frontera, um sein Glück in der boomenden Sherry-Industrie zu finden. Bereits 1844 ermöglichte der Erfolg den eigenen Anbau von Reben und den Erwerb der ersten Brennanlage für Brandy. Im Jahr 1855 hatte Gonzalez ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut, das Wein produzierte und exportierte. Er entschloss sich Robert Blake Byass – seinen Handelsbeauftragten für Großbritannien – als Geschäftspartner mit ins Boot zu holen, womit das Unternehmen Gonzalez Byass gegründet wurde. Seit 1998 gehören nahezu alle Geschäftsanteile des Unternehmens den direkten Nachfahren von Manuel Gonzalez. Der Lepanto Brandy aus dem Hause Gonzalez Byass, wird seit 1896 in Jerez hergestellt. Namentlich erinnert der Brandy an die „Seeschlacht von Lepanto“, welche am 7. Oktober 1571 in der Meerenge von Lepanto, vor dem heutigen Griechenland, stattfand. Die „Heilige Liga“ bestehend aus christlichen Mittelmeermächten und mit Spanien an der Spitze, siegten dort über das nach der Flottengröße überlegene Osmanische Reich. Der Brandy wird gänzlich aus Palomino-Trauben gewonnen und ist in drei verschiedenen Sorten erhältlich. Die Palomino Traube zählt als die klassische Sherry-Traube. Diese alte, weiße Rebsorte wird hauptsächlich im Sherrydreieck, wozu Jerez, Puerto de Santa Maria und Sanlucar de Barrameda gehören, angebaut.